Schelfkirche in Schwerin / Mecklenburg

 


Außenansicht
Vorderseite

Die Nicolaikirche liegt im Stadtteil Schelf von Schwerin. Der Stadtteil, ursprünglich Schelfe genannt, bildet nahe des Domes u.a. das Zentrum von Schwerin.
Die Schelfkirche ist ein Barockbau, wahrscheinlich die dritte Kirche.
Der Kirchturm ist mit einem geteilten Kupferdach versehen. Der Kirchturm besitzt seit 1863 eine Uhr auf jeder Seite. Die Uhr wir wohl noch heute täglich per Hand aufgezogen. Die Kirche trägt wohl ein Kupferdach.
Die Kirche ist im Aufbau eine gekürzte Kreuzkirche, links und rechts haben wir Seitenschiffe, in denen sich Emporen befinden.
Für die heutige  Kirche wurde der Grundstein im Jahre 1708 unter Leitung von Jacob Reutz, der jedoch 1710 verstarb, gelegt. Die Bauleitung übernahm Leonard Christoph Sturm, der Veränderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf von Reutz vornahm. Sturm war Mathematiker und Theologe. Die Kirche erhielt um 1711 die Gruft für die Herzöge des
Herzogtum Schwerin. Bis 1813 erfolgte die Grablegung von 
17 Personen hier, davor und danach wohl im Dom. Eine Liste hängt aus. Die Gruft kann besichtigt werden. Einzelne Särge sind bereits erneuert. Die Restaurierung soll im Jahre 2013 beendet werden. Ursache für den schlechten Zustand der Gruft war die miserable Belüftung. Als erstes musste der Hausschwamm beseitigt werden. Am 15.05.2008 wurde anlässlich des 300 Geburtstag die Gruft hergestellt. 
Im Jahre 1712 wurde der Bau beendet und 1713 wurde die Kirche geweiht.
In den Jahren 1856 bis 1858 wurde die Kirche grundlegend restauriert.
Die Einrichtungen , die von Sturm veranlasst wurden , wurden entfernt.
Man kehrte zu den ursprünglichen Vorstellungen von Jacob Reutz zurück.  Friedrich Friese III baute zu dieser Zeit die Orgel ein, die von seinem Nachfolger 
Marcus Runge umfangreich 1932 überarbeitet wurde.
Der Taufständer ist ebenfalls wir das heutige Inventar aus dieser Zeit.
Die Fenster stammen von Ernst Gillmeister. Der Kirchenraum ist mit schlierenartigen Muster und anderen stuckartigen Elementen verziert.

Das Altarbild stammt von Gaston Lenthe. Es zeigt die Auferstehung von Jesus Christus. Wir sehen ein zweiteiliges Bild im Bild. Der obere Teil zeigt den Auferstandenen Jesus Christus . Links und rechts von einem Engel in einer Wolke begleitend . Links und rechts darüber mindestens insgesamt sechs weitere Engelsköpfe, die teilweise undeutlich werden. Dieser obere Teil ist recht hell gehalten im Gegensatz zu dem unteren Bildteil das neun Personen zeigt. Die Personen knien, stehen und hocken. Alle Blicke sind zum Auferstandenen gerichtet. Zwei Personen stehen reißen die Hände nach oben in Richtung Jesus. Andere Personen beten oder wundern sich. Auch Angst ist vorhanden in den Gesichtern.
Wir haben links und rechts je zwei Säule, die an die vier Evangelien erinnern sollen.
Ganz oben links und rechts  über den paarigen Säulen sehen wir in je einer Nische im Altar je eine Figur.  Ganz oben sehen wir mittig ein Kreuz, links eine Putte mit Stange, rechts eine Putte mit einem Kranz, vielleicht Lorbeerkranz auf dem Kopf ? Die Zwischenräume im Dreieck sind barock verziert, mittig dabei ein Engelskopf mit Flügel. Auf dem Altartisch steht ein Kruzifix. Die Farbe des Altars ist dunkelbraun.

Während des Gottesdienst ist der Zugang, Treppe,  zur Gruft geschlossen durch einen Deckel. Dies ermöglich die gefahrlose Nutzung des Chorraumes.

Links steht die dunkle Kanzel mit Schalldeckel. Die Kanzel trägt die vier Symbole Engel, Löwe, Stier und Adler für die vier Evangelisten. Weitere Flächen an der Kanzel sind durch Lutherrosen gefüllt.
Rechts steht der Taufständer aus der Zeit um 1856. 
Die Empore am Turm hat zwei Ebenen. Die untere Ebene ist logenartig und war wohl für den Herzog von Mecklenburg-Schwerin vorgesehen. Das Wappen ist angebracht.
Ganz oben befindet sich die Friese-Orgel.
Sechs alte Stuhle sind vorhanden. Im Chorraum befinden sich Tafeln mit Listen wohl des I. Weltkrieges.

Vor der Kanzel steht ein Pult. Das Textmaterial wird durch einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen getragen.

1990 wurde die Außenfassade restauriert. Dabei wurden die Figuren über den Türen überarbeitet.

Die Schelfkirche ist täglich geöffnet. Bitte beachten Sie die Gottesdienste, zu diesen Zeiten ist keine Besichtigung möglich.
Gäste zu den Gottesdiensten sind gerne willkommen.









Außenansicht
Chorseite


Seiteneingang


Innenansicht


Altar


Altartisch


Altarbild von Lenthe


Kanzel

Kanzeldetail

Taufständer

Pult und Stühle

Detail der Empore

Seitenempore

Empore mit Loge und Orgel

Gestühl

Decke Seitenschiff


Decke Mittelteil


Liste der Herzogsgruft