Dom in Schwerin / Mecklenburg

 


Außenansicht
Vorderseite


Der Schweriner Dom wurde der Heiligen Maria und dem Heiligen 
Johannes dem Evangelisten gewidmet. Sie ist gleichzeitig Bischofskirche der Evangelisch- Lutherischen Kirche Mecklenburg, die unter Leitung von Bischof Andreas von Maltzahn seit 2008 steht. Seit 1552 ist der Dom evangelische Kirchgemeinde. Seit 1922 ist Schwerin Sitz des evagelischen Bischofs von Mecklenburg.

Die Grundsteinlegung des Domes erfolgte im Jahre 1172.
1248 wurde die Kirche als Bischofskirche geweiht.
Im 14.Jh. wurde das Langhaus, das Querhaus und Kapitel-Gebäude errichtet.
Der heutige Schweriner Dom ist eine dreischiffige gotische Basilika mit großem Querhaus, Chorumgang und Kapitellenkganz.
Das Mittelschiff wird durch sogenannte Obergarden beleuchtet.
Die Joche sind bis auf das Mitteljoch, ein Sterngewölbe, sehr filigrane Kreuzrippengewölbe.
Der Kirchturm hat eine Höhe von 117 m, das Langhaus ist 105 m lang, die Gewölbe des Langhauses haben eine Höhe 
von 29 m . Anfang 1990 erhielt der Dom seine heutige malerische Gestaltung. Grandfarbe ist weiß, die Bänder sind Magenta und Türkis.

Im Raum der Stille sehen wir das Altarbild von Gaston Lenthe die Kreuzigungsszene. Über dem Altarbild haben wir in dem neugotischen Altar eine Rosette. Der Altar wird durch fünf Türmchen mit Kreuz verziert. Grundfarbe ist schwarz.
Links und rechts befinden sich Epitaphe.
Links steht eine Reihe von Plätzen für Mönche. Rechts ist die Sitzreihe der Mönche kürzer, da sich dort eine Loge wohl für den Herzog anschließt. Dieser Raum wird für Gottesdienste genutzt.

Vor diesem Raum der Stille steht ein wunderschöne vergoldete Altar. Das Mittelbild zeigt die Kreuzigungsszene, die Kreuztragung, die Höllenfahrt Christi und unter der Grabeskirche die schlafenden Grabeswächter und das Durcheinander in der Hölle mit den irritierten kleinen Teufeln. Links und rechts im Mittelteil stehen Maria mit Jesuskind und Johannes. Dise Figuren wurden aus Sandstein um 1430 geschaffen
Die Flügel sind je Flügel mit  je zwei Reihen von je vier Figuren
gefüllt. Es handelt sich um die 12 Apostel und weitere vier Heilige. Der Rahmen und die Flügel wurden mit den Figuren um 1485  wahrscheinlich in Lübeck geschaffen. Dieser Altar kam 1948 aus ein Museum in die Kirche und wurde mit Goldspenden restauriert.

Das wunderschöne leicht grünliche Kreuz stammt aus der Marienkirche in Wismar und wurde nach der Restaurierung nach 1990 in den Dom gebracht.  Das Kreuz wurde 1420 geschaffen. Es zeigt an den Ecken die vier Symbole der Evangelisten Engel, Löwe, Stier und Adler auf rotem Grund in einem goldenen Vierpass. Das Kreuz ist mit vergoldete Weinblättern geschmückt. Die Balken sind rötlich mit kaum erkennbaren Vierpassen. Im Zentrum des Bildes sehen wir Jesus am Kreuz. Jesus trägt die Dornenkrone, dahinter befindet sich ein kreisförmiger Strahlenkranz in Gold. Links steht Maria in blauen Gewand, rechts steht Johannes im rötlichen Gewand. Beide Figuren haben den Strahlenkranz für eine heilige Figur. Beide Figuren wurden ebenfalls restauriert.

Links unter dem Triumphkreuz steht die neugotische Kanzel mit Schalldeckel. Der Kanzelkörper trägt vie Figuren. Reihen von Vierpasse verzieren den Kanzelkörper. Der Schalldeckel wird durch filigrane Drei- und Vierpasse verziert. 

Schauen wir zum Ausgang Richtung Domhof  so sehen wir zwei
handgestochene Messinggrabplatten etwa 1,70m mal 3m mit je zwei Bischöfen der Familie vom Bülow. Die Arbeit stammt aus dem 14.jahrhundet und stammt aus Flandern.
In der nahen kleinen Kapelle, der Maria-Himmelfahrts-Kapelle, steht eine filigrane Tauffünfte aus dem 14.Jahrhundert. der Originaldeckel ging verloren und wurde nach 1950 ersetzt.
Reste einer Bemalung sind an der Kreuzgratdecke und um das runde Buntglasfenster zu sehen. Die Bemalung wurde um 1960 freigelegt.

In der dunklen Ecke sehen wir ein schönes neugotisches Buntglasfenster. Es zeigt Maria mit dem Jesuskind in der Krippe. Darüber die Kreuzigung von Jesus Christus. das Buntglasfenster wurde von Ernst Gillmeister und ist unter dem Namen Weihnachtsfenster bekannt.

Schauen wir nun in Richtung Empore so sehen wir die Ladegast-Orgel auf der Empore. Unterhalb der Empore sehen wir vor vielen Vierpassen vier Engel mit Musikinstrumenten.
Sie stehen zwischen den drei Spitzbögen, die durch viele rötliche Vierpässe verziert sind.

Auf der Südlichen Seite am Haupteingang haben wir  links ein Standkreuz mit dem Korpus des Gekreuzigten. In einer großen Schale mit Sand können Kerzen gestellt werden.

Auf der anderen Seite neben dem Eingang ist Bemalung der gotischen Basilika freigelegt worden. 

Gehen wir nun den Chorumgang , so sehen wir drei Stolpersteine der auf Elba lebende 
Künstlerin Iskra Kremmelmay. 
Es folgen Bilder von verschiedenen Künstler. Dazu gehört ein Bild das Jesus zeigt in dem Moment wo er Kreuz und Dornenkrone trägt. die Grimasse von Judas, ein kniender König vor Jesus.
Nun gelangen wir in den Bereich der Gruft der Herzöge. Hier wurden die Schweriner Herzöge vor 1712 und nach 1813 beigesetzt. Dazwischen diente die Gruft der Schelfkirche als Grabstätte der Herzöge. Über 10 große und viele kleine Grabplatten  berichten von den Beigesetzten. 

Auf der Chorseite haben wir zwei Gruppen an Buntglasfenster.

Die bekannteste Gruppe der Buntglasfenster ist die Cornelius-Gruppe  in der Kapelle zum Heiligen Blut. 
Der Glasermeister Ernst Gillmeister führte den Entwurf von Cornelius 1845-47 aus. Diese Fenstergruppe wurde zwischen 1996-1998 restauriert.
Weitere neugotische Fenster zeigen, 
Maria und Johannes, Moses und Petrus, Paulus und Jesaja
die sich ebenfalls im Chorumgang befinden.
In der Turmseitenhalle schuf Gillmeister das Fenster "Anbetung des Hirten"

Auf der Nordseite des Chorumganges sehen wir weitere Grabplatten sowie mehrere Epitaphe. Der bekannteste Epitaph ist der für Ingeborg von Parkentin, verstorben 1615, aus Sandstein und Marmor gefertigt.

Das neugotische Gestühl zwischen Empore und mittelalterlichen Altar besteht aus  Bankreihen die mit Vierpass und Weinlaub verziert sind. Im Raum der Stille vor dem neugotischen Lenthe Altar stehen moderne Stühle.

Seitlich über dem Eingangsportal sehen wir eine kleine hölzerne Sonnenuhr.

Es lohnt sich den Schweriner Dom zu besuchen, vieles erschließt sicherst bei einem zweiten Besuch.

Der Dom ist im Sommer täglich geöffnet.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Domgemeinde

www.dom-schwerin.de


Außenansicht
Seitenansicht


Eingang


Modell des Domes


Innenansicht


Triumphkreuz mit Maria und Johannes


Mittelalterlicher Altar


Maria mit Sohn


Raum der Stille mit Lenthe-Altarbild


Lenthe-Bild


Sitzreihen der Mönche


Kanzel

Kreuz

Ladegast-Orgel

Figuren unter der Empore

Buntglasfenster

Rundfenster

Tauffünfte


Kupferteppich


Grabplatten

Bankreihen

Deckenstruktur

Epitaph

Epitaph


Stolperstein


Jesus trägt Kreuz


Grabmahl


Grabmal

Buntglasfenster

Buntglasfenster

Buntglasfenster im Chor


Wandmalerei


Lutherbild

Innenhof

Sonnenuhr