Kapelle Wrodow / Gemeinde Mölln bei Penzlin

 


Außenansicht
Vorderseite

Der Ort Wrodow wurde erstmals 1271 erwähnt.
Fürst Borwin übergab Wrodow dem Kloster Ivenack.
Die Reformation führte Wrodow in Besitz des Herzogs von Mecklenburg. 1656 Joachim Engel erwirbt pfandweise das Gutsdorf.

1661 wird in einem Visitationsprotokoll die Fachwerkkapelle als neu beschrieben. Wahrscheinlich wurde Wrodow im 30jährigen Krieg zerstört.
Die Kapelle wurde also neugebaut bzw. instandgesetzt..
Das Fachwerk wurde im 18.Jh. leider verputzt.
Dies haben wir wohl der Patronatsfamilie Engel zu verdanken.

Irgend wann wurden zwei Personen im Boden der Kapelle begraben .
Zwei Platten links und rechts weisen mit ihren Inschriften darauf hin. 
Der Kanzelaltar stammt aus dem Jahre 1775. Die Jahresjahr 1935 über der Kanzel ist irreführend und eine Schmiererei von Hitlerjungen aus dieser Zeit.
Die Kanzel hat einen hellen mit dunklen Schlieren versehenen Halbrundbogen. Der Pastor konnte diesen Kanzelteil des Altar über eine Treppe auf der Rückseite erreichen.
Der Altar hat vier Säulen mit silbernen Kämpfer. Die Säulen sind hell mit den Schlieren, gleich dem Kanzelteil.
Mittig steht in Goldschrift folgender Text auf schwarzem Grund:
"Selig sind Die, die das Wort Gottes hören und bewahren 
Lucas u. v. 28" Der Text wurde etwas verziert. 
Davor steht ein Kreuz mit Korpus.
Die Altarschranke ist vollständig.

Links finden wir eine Pieta aus dem Mittelalter. Die Pieta ist aus dem Kloster Ivenack. Wrodow gehörte bis  zur Reformation (1271 bis etwa 1549) zum Kloster Ivenack.

Weiterhin sehen wir zwei Bilder an den stark beschädigten Wänden. Es zeigt ein Porträt Jesus mit Kreuz und Herz.
An der Fensterfront gegen über dem Altar hängt ein kniender und betender Jesu, wohl aus der Gethsemanegeschichte. 
Ein Marienbild ist noch vorhanden. Alle Bilder sollten irgendwann restauriert werden.

Mitten zwischen dem alten Kastengestühl stehen 6 moderne Stützen. Grund ist, das ein Balken gestückelt eingebaut wurde. Die Metallverbindungen zwischen den Balkenteilen sind erneuerungsbedürftig oder es muss ein ganzer Balken eingezogen werden.
Die Innen- und Außenwände haben viele Risse oder Schadstellen.
Die Erhaltung der Kapelle soll etwa 200000 Euro.

Die rechteckigen Fenster wohl um die Zeit um 1661 haben kleine rechteckige leicht gelbliche Farbe. Die Scheiben sind durch Stege wohl aus Blei verbunden.

Links steht ein defektes Harmonium.

An der Wand neben dem Eingang lehnt sich der metallene Glockenstuhl, wohl eine moderne Konstruktion.
Der Glockentext lautet:
Land, Land, Land hört des Herrn Wort.
Darunter befindet sich ein Kreis mit Kreuz.
Auf der Rückseite der Glocke befindet sich wohl eine unleserliche Firmenmarke.


Mitten im Dorf finden wir einen männlichen Schutzengel.
Er wurde von Detlef Schulz  geschaffen und von 
Frau Rosa von Frauenheim an das Dorf Wrodow gestiftet. 

Die Kapelle Wrodow wird ab dem 1.1.2007  durch das Pfarramt  in Breesen verwaltet.

Es wird um Spenden für die Erhaltung der Kapelle Wrodow gebeten. 

Ev. -Luth. Kirchgemeinde Penzlin-Mölln

Pastor Hartmut Reincke
Sankt Marien 1
Pfarrhaus Speckstr 14
17217 Penzlin

Telefon:039962-210798
E-Mail: H.E.H.Reincke@t-online.de


Außenansicht
Seitenansicht



Glocke



Altar


Mittelteil


Kanzelteil


Pieta


Jesusbild


Jesus betend


Bankreihen und Stützpfeiler

Schäden zwischen Decke und Wand


Engel im Ort