Kirche Luplow / Gemeinde Rosenow bei Stavenhagen

 


Außenansicht
2007

Luplow war seit 1292 im Besitz der Familie von Voss. Ein besonderer Grabplatz hinter der Kirche verweist auf die Familie von Voss. Sicher hatte sie  bis 1945 das Patronat über die Kirche.

Der Kirche und die nahe Sakristei wurde aus großen Feldsteinblöcken errichtet.
Das Langhaus könnte um 1500 gebaut worden sein. 
Dies ergaben spezielle Untersuchungen.
1910 erhielt die Kirche den Westturm. Die Chorgiebelseite ist durch neun Türmchen verziert. Die neun Blenden sind weiß und wurden weiß umrandet. Links sehen wir in den Blenden drei herausschauende Feldsteine. Der Giebel wurde mit Backsteinen gemauert. Unter dem Giebel befinden sich zwei Fenster.
Die Fensterform des Langhauses ist eher romanisch. Der Bogen ist rund. Das Langhaus wurde aus geschlagenen Feldsteinen errichtet.

An der der Straße zugewandten Seite wurde ein Anbau errichtet.
Dieser besteht aus fein geschlagenen Feldsteinen. Der Oberteil, 
die fünf Türmchen, die Eingangsummauerung und die Rahmung bestehen aus Backstein. In der vorgesehenen Spitzbogenblende befindet sich ein Kreuz.

Der Turm aus dem Jahre 1910 wurde in das Langhaus teilweise eingefügt. Der Turm ist viereckig. Die Turmseiten zieren je ein langgestrecktes neugotisches Fenster und darüber und runde Blende.  Die Seiten des Turmes in Form eines Dreieckes leicht hochgezogen. Die Turmspitze ist mit Schindeln gedeckt. Selten ist, das in der Turmspitze eine einfache Fensterluke eingeführt wurde. Die Turmspitze wird durch ein Kreuz verziert.


Betreten wir die Kirche durch den Turm, fällt als erstes die mittelalterliche Altar mit seinen Schnitzfiguren und seinen Sprüchen auf.
Wir haben bei diesem Altar vier Ebenen.
Gehen wir von unten nach oben. Die untere Ebene hat drei Teile.
Links und rechts befinden sich  wohl Wappen. Im Dach des Bildteiles ist ein Engelskopf mit Flügel. Unten wird die Außenverzierung von je einem größeren Engelkopf mit Flügel  begrenzt. Das Mittelteil der unteren Ebene ist ohne Bemalung.
Vielleicht war dort eine Abendmahlszene vorgesehen.
Die nächste Ebene zeigt im Mittelteil die Kreuzigung Jesus am Kreuz links Maria und rechts Johannes. Unter der Kreuzigungsszene finden wir einen kaum lesbaren Text .
Links und rechts finden wir die vier Evangelisten mit ihren Merkmalen. Diese Ebene wird getragen durch sechs Säulen.
Die mittleren Säulen umrahmen die Kreuzigung , die nächsten zwei Säulen begrenzen die Evangelisten und außen finden wir eine Art von Blumenschmuck zwischen den Außensäulen.
Über der Kreuzigungsszene und den Evangelisten ist ein Dach mit einem Engelskopf der obere Abschluss.
Die obere Ebene wird durch zwei Texte oben und unten begrenzt.
Die obere Text scheint auf die Stifter hinzuweisen, von Voss und wahrscheinlich von Linke. 
Die mittlere Szene zeigt gerade den  Beginn der Auferstehung
Jesu . Links und rechts finden wir drei Soldaten, die ängstlich  zuschauen. Jesus hat das Kreuz in der Hand. Links und rechts befinden sich die Wappen der Patronatsfamilien.
Ganz oben links steht Moses mit den 10 Geboten. Rechts oben  sehen wir Jesu mit dem Kreuz auf einer Kugel. 
Schauen wir uns auch die mit viel Text wunderschön gestaltete Altarschranke an, zeigt der Altar die Kunst und das Können eines mittelalterlichen Meisters.

Links und rechts sehen wir zwei Nischen aus katholischer Zeit. 
Die linke Nische hat noch eine Tür.

Links und rechts finden wir die Logen für die Patronatsfamilie.
Die Logen sind kaum sichtbar sehr fein verziert.

Links neben der Loge steht die zum Altar passende Kanzel.
Diese Kanzel hat wie der Altar viel Textbeschriftung.
Der Kanzelkörper ist ohne Fuß.

Mittig finden wir vier Bildnisse der Evangelisten. Fünf Säulen begrenzen die Bildnisse. Direkt an der Figur wurde je eine Säule gemalt. Unter dem Evangelistenbild laufen vier Zeilen Text, darüber drei Reihen Text. Der Text ist wohl in Mittelhochdeutsch geschrieben.
Der Schalldecke trägt fünf Spitzen. Außen läuft ein Text am Schalldeckel. Innen läuft ebenfalls ein Text.  Mittig sehen wir eine Taube, den Heiligen Geist verkörpern in einem Sechseck.
Schalldeckel und Kanzelkörper sind verbunden.
Die Treppe ist mit vielen Verzierungen und Text bemalt. Markant sind die Jahreszahlen 1617 und 1728
Die Tür zur Kanzel trägt ein Bildnis und ein Wappen.
Schauen wir genauer neben die Kanzel und betrachten wir die Wand, so sehen wir eine freigelegte Rosette. Weitere vier Rosetten  sind freigelegt. Durchschimmernd sind weitere Bemalungen unter der weißen Tünche zu ahnen .

Die Empore zeigt mit Namen die 12 Apostel . In der Mitte steht die Jahreszahl 1729 und der Stifter. Rechts neben dem Apostel steht ganz fein ein Name, der nicht lesbar ist. Es könnte der Maler sein.
Die Empore wird durch leicht verzierte Balken getragen. Die tragenden Teile wurden in die Bemalung der Empore nicht einbezogen und hell gelassen.

Die Decke wird durch starke Holzbalken getragen. Die Balken wurden braun gestrichen. Der Balken über dem Altar zeigt Bemalungen in Form von Ornamente. Es ist möglich das die Deckenbalken eine Bemalung hatten.


Die Fenster weisen eher auf die Romanik hin. Teile der Kirche könnten aus dem 13. Jh. stammen. Die Zahl 1729 an Kanzel und Empore könnte auf eine größere Instandsetzung nach dem 30jährigen Krieg hinweisen. 

Es ist ein Harmonium vorhanden. ob es bespielbar ist ist unbekannt.

Eine Glocke ertönt zum Gottesdienst.

Die Sakristei der Familie von Voss (Grabstätte) wurde um 1970 zur Winterkirche umgewandelt. Gleichzeitung dient sie zum Konfirmandenunterricht.
Die Kirche wurde in den Jahren 1997 bis 2003 restauriert.

Die Gemeine Luplow gehört heute zum Pfarramt Kittendorf. 
Früher gehörte sie zum Pfarramt  Groß Varchow, das nach dem
Ausscheiden von Pastor Wegener aufgelöst wurde.

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Kittendorf
Pastorin z.A. Rita Wegner

Dorfstraße 25
17153 Kittendorf
Telefon: 039955/ 20832 o. 0173/ 8583408
Telefax: 039955/ 2 08 32

E-Mail: kittendorf@elkm.de


Seitenportal 2007



Turmseite 2007


Innenansicht 2007


Altar 2007


Kreuzigungsgruppe
links und rechts Evangelisten
2007


Detail rechts 2007


Altaroberteil 2007


Altarschranke 2007


Taufständer 
und Altarschranke 2007


Kanzel 2007


Kanzelkörper 2007


Schalldeckel 2007


Tür zur Kanzel 2007


Rechte Seite 
der Empore 2007


Loge links, 
darüber Teil der freigelegten Bemalung


Detail 
der Loge


Erste Bankreihen 2007


Sakristei- heute Winterkirche 2007


Winterkirche - Innenansicht 2007


Grabstelle der Familie von Voss 2007

Kirche Luplow anlässlich des Tages des Offenen Denkmals am 08.09.2013


Winterkirche früher Sakristei von Voss


Winterkirche innen

Kirche


Turmansicht


Turmansicht

Innenansicht


Innenansicht


Altar mit Schranke

Altar


Oben Mitte Auferstehung
Links und rechts
 Wappen der Familie von Voss


Mitte Kreuzigungsszene
Links Mattheus und Marcus
und rechts Evangelisten Lucas und Johannes

Links
 Replik Maria mit Sohn
Kerzenständer


Oben Moses
mit 10 Geboten


Altarfiguren
Evangelisten Lucas und Johannes

Figuren mittelalterlichen Vorgängeraltar

Altarschranke von vorne mit  4 Felder

Altarschranke seitlich mit 2 Felder

Rückseite Altar mit Text "F.r.i.d"


Kanzelkörper Mattheus und Marcus


Kanzelkörper
Lucas und Johannes

Kanzel mit Schalldeckel


Kanzelkörper Johannes mit Adler
mit Aufgang


Eingang zur Kanzel
oben Jesus mit Erdapfel

Schalldeckel
Unterseite mit Taube im Sechseck


Darstellung von Aposteln mit Name


Darstellung von Aposteln mit Name

Darstellung von Aposteln mit Name


Darstellung von Aposteln mit Name


Darstellung von Aposteln mit Name

Stiftererklärung für Empore


Loge links
mit Bemalung an der Wand


Tabernakelnische
mit bemalter Tür

Sternartige Bemalung mit Kreuz
über Loge links


Bemalung Kastengestühl


Beschriftung Loge rechts

Türbeschriftung Loge rechts


Freigelegte sternartige Bemalung


Bespielbares Harmonium der Fa. Hofberg

Holzdecke mit 2 Kerzenkronleuchter