Kirche Gevezin / Gemeinde Blankenhof bei Neubrandenburg

 


Außenansicht
Turmseite

Die Kirche in Gevezin Landkreis Mecklenburg-Strelitz gehört zu den ältesten Kirchen Mecklenburgs. Der Ort wurde laut Urkundentafel erstmals um 1311 erwähnt. Um diese Zeit wurde sicherlich das Langhaus aus Feldsteinen errichtet. 
Der Turm wurde aufgesetzt und ist sicherlich wesentlich jünger.
Der Unterteil des Turmes ist viereckig, der aufgesetzte Teil jedoch achteckig.  Beide Teile bestehen aus Fachwerk, das mit Ziegel ausgemauert wurde. Die Turmhaube ist abgesetzt und mit Holzschindel gedeckt. Der Turm trägt eine Kugel und einen Stern.  Die Turmseite wurde durch eine zirka 40cm breite Feldsteinmauer ergänzt. Wahrscheinlich ist dieser Teil aus Feldsteinen eine zusätzliche Stützmauer.
Auf der Chorseite finden wir eine überdimensionale Stützmauer mit einer Nische. Rechts eine eingefallene Stützmauer.

Die Kirche wird von der Rückseite betreten.
In der Kirche fallen sofort der Kanzelaltar, die Logen mit den sehr reichhaltigen Texten und die Empore mit ihrem Blumenschmuck auf. Die Geveziner Kirche hält sicherlich neben Dammwolde den Rekord  an Texten. Wir finden diese Texte sowohl am Altar, an der Altarschranke, an den Logen in Gedichtform und an der Empore. Wenn Sie die Kirche besuchen nehmen Sie sich bitte Zeit zum Lesen der Texte.

Betrachten wir der Kanzelaltar, so sehen wir links und rechts je zwei Bilder. Links wird  Jonas von einem Fisch gefressen 
darunter der Tod will eine Frau hinrichten,
Rechts mit Fahne Johannes der Täufer darunter die Kreuzigung Jesus
Die Kanzel trägt die vier Bildnisse der Evangelisten. Das mittlere fünfte Bildnis zeigt  Salvador Mundi.
Darüber folgender Text: ... sollen die Bewahren. Das man ... 
Unter den 5 Bildnissen folgender Text: Ist Gesetz durch Mosen gegen .. Gnade und Wahrheit ist ...
Der Schalldeckel trägt innen Zeichen. Außen finden wir einen umlaufenden Text: Das ers rede als Gottes Wort.
Die Altarschranke trägt folgenden Text: So oft Ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt Ihr des Herrn Tod verkünden bis das Ihr kommt. Corinter vz 6

Unter der Kanzel finden wir vier allegorischen Figuren mit Unterschrift  und Hinweis auf die Hofnung (Hoffnung), den Glauben, die Geduld und die Liebe.

Links und rechts haben wir zwei Logen . Die Logen tragen Texte, teilweise sogar in Gedichtform.
Links und rechts sehen wir ein Schutzkreuz (Kreuz in einem Kreis). 

Die Empore trägt 15 Blumen bzw. Reben. 
Darunter finden wir einen unleserlichen Text der das Datum 1756 enthält.
Das die Kirche laut Tafel
am 20.02.1623 im 30jährigen Krieg abbrannte könnte diese Datumsangabe auf den Einbau des Gestühl und der Empore hinweisen. Auch könnte sie auf eine große Instandsetzung der Kirche hinweisen z.B. Turm, Decke und Fenster. Rechts neben der Empore weist ein Mauerteil auf eine gotische Kirche hin.
Vor dem Einsturz der Kirch könnte sogar ein Rippengewölbe existiert haben.
Die eingezogene Holzdecke wurde mit vielen Ornamenten versehen. 

Weiteres zur Geschichte der Kirche können Sie den zwei Holztafeln entnehmen.
Die Kirche hat eine Glocke.

Wer kann helfen die Texte zu vervollständigen und zu prüfen!


Ev. -Luth. Kirchgemeinde Penzlin-Mölln

Pastor Hartmut Reincke
Sankt Marien 1
Pfarrhaus Speckstr 14
17217 Penzlin

Telefon:039962-210798
E-Mail: H.E.H.Reincke@t-online.de







Chorseite mit starker Stützmauer


Turmansicht


Eingang


Altar


Kanzelaltar


Linke Seite des Altares
Jonas wird vom Wal gefressen


Links unten 
Ein Engel greift in das Schwert
und verhindert die Hinrichtung


Johannes der Täufer mit Standarte
Rechte Seite Oben


Die Kreuzigung Jesu


Allegorische Figur
Die Geduld


Schalldeckel


Evangelist Marcus


Rechte Loge


Gestühl


Teil der Empore


Tafel 


Deckenbemalung