Kirche Chemnitz bei Neubrandenburg / Gemeinde Blankenhof

 


Außenansicht
Turmseite

Die Kirche in Chemnitz Gemeinde Blankenhof besteht aus einem Langhaus mit aufgesetzten sechseckigen Holzturm. Der Holzturm trägt eine Kugel und eine Windfahne in Form einer Henne. Die Kirche ohne Turm wurde um 1305 erbaut.
Sie wurde im Übergang vom romanischen zum gotischen Stil erbaut. Die Kirche wurde mittels Feldsteinen errichtet. Die Spitzbogenfenster sind jedoch im rote Ziegel eingefasst. Weiterhin wurde die Turmseite vollständig mit roten Ziegel erbaut. Der Turm war ursprünglich nicht vorhanden, sondern wurde warscheinlich  im 18. Jh. aufgesetzt. Ob die Spitzbogenfenster schon in der Kirche, die  am 07.06.1305 durch Bischof Heinrich von Kammin bei der Weihe des Altares  zu Ehren von Maria und Katharina schon in der Kirche vorhanden waren, ist leider nicht bekannt.
Die Chorseite trägt einen Hahn, darüber ein Kreuz und eine goldene Krone.

Der Turm hat eine neue Schieferdeckung . Der Mittelteil des Turmes besteht aus Holz. Jede Seite hat zwei neugotische Fenster. Die oberen Fensterbogen sind weiß angestrichen und weit zu sehen. Weiße Flächen an Kirchen wiesen früher den Leuten den Weg zum Dorf.
Links und rechts sehen wir eine Spitze mit angedeutetem Kreuz. Dazwischen sind stufenförmige gemauerte Verzierungen ähnlich von alten Backsteingebäuden.
Die Fenster laufen oben spitz zu, gemauerte Umrandung ist dagegen rund.
Die innere Umrand besteht aus Formziegel, die einen schmalen Bogen bilden.

Betreten wir die Kirche, so sehen wir zuerst den interessanten Altar.
Dieser Altar besitzt eine vollständige Altarschranke.
Das Mittelteil zeigt die Kreuzigung Jesus auf goldenen Grund  und schwarzen Kreuzen:
Um den Kopf von Jesus sehen wir einen goldenen Schein, 
dies zeigt die Heiligkeit Jesus an.
Vielleicht weiß jemand über den Altarmaler etwas.
Unter dem Altarbild steht: Salvador mundi crucifixus, 
zwei Kreuze begrenzen den Text.
Über dem Mittelbild sehen wir vergoldetes Weinlaub.
Im gotischen vergoldeten Bogen sehen wir links und rechts zwei kleine vergoldete Dreipasse und in der Mitte einen vergoldeten Vierpass.
Weitere vergoldete Ähren und Blätter sind zu erkennen.
In dem darüber liegenden Dreieck sehen wir mehrere goldene Blätter .
Links sehen wir Moses und Jesaja als alte weise Männer.
Der Text unter den Bildern lautet: Moses und Isaias.
Die beidseitige Begrenzung ist ein Stern.
Rechts sehen  wir St. Matthaus und St. Paulus.
Die Begrenzung ist für den Text ein sehr schmales Kreuz.
Diese vier Flächen haben die gleiche Ausstattung wie der Mittelteil, sind jedoch etwas kleiner und schmaler.
Der Altar wird oben durch vier hohe abgesetzte Türmchen mit vergoldeten Kreuz begrenzt. Die fünf Bilderflächen werden durch kleinere Spitzen mit goldenen Kreuzen begrenzt  Viele goldenen Weinblätter begrenzen die Flächen nach oben.

Die Kanzel hat einen Fuß und einen Schalldeckel
Die Treppe zur Kanzel befindet sich inter einer kleinen Loge.
Der Schalldeckel wird durch viele Türmchen und Spitzen verziert. 

Auf der rechten Seite sehen wir eine offenen Loge mit Wappen.
Vor dem Altarzaun steht auf einem Kreuz aus Fliesen (blau und schwarz) der Taufständer.

Das Gestühl hat einen Vierpass und weitere Verzierungen.

Auf der Orgelempore steht eine Orgel des Orgelbauers Carl  Noebe aus Güstrow, aus dem Jahre 1845 . Diese Orgel wurde 2002 von Rainer Wolter aus Zudar auf Rügen renoviert. Es soll die einzige von Noebe gebaute Orgel sein, die erhalten ist.

Ein Blick zur Holzdecke ist ein Muss. Viele Blattornamente verzieren die Holzdecke. Leider sehen wir alte Stockflecken, die aus der Zeit vor der Dachsanierung stammen. Die Kirche hat an den Wänden interessante Malereien. Die Türeinfassung  der Langhauspforte trägt ein Muster ähnlich dem Deckenmuster.
Die Bemalung dieser Kirche wird irgendwann erneuert werden. Der Bereich der Orgel ist schmucklos und zeigt das natürliche Holz.

Die Kirche hat nur noch die kleine Glocke. Zwei Glocken fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer.
Links vor dem Eingang zum Kirchturm finden wir Gräber der Patronats- und Gutsfamilie von Klinggräff.

Folgende Fragen sind ungeklärt :
Wann wurde diese Kirche erbaut ?  
Wer hat die heutigen  Altarbilder gemalt, vielleicht Fischer - Possion ?
Von wann und wen  ist die Glocke und hat sie Text ?

Pfarre Wulkenzin - Mallin mit Pfarrsprengel Breesen

Pastor Bernhard Hecker ab 04.03.2018

Alter Damm 48
17039 Wulkenzin

Telefon:0395-5823442

E-Mail: breesen@elkm.de




Ansicht Langhaus


Turmansicht seitlich


Turmansicht


Gotisches Fenster



Chorgiebel

Chorseite
 Dreifaltigkeitsfenster

Seiteneingang


Altar,
davor Taufständer


Kreuzigung
Mittelbild


Linke Seite des Altares


Rechte Seite des Altares


Kanzel mit Schalldeckel


Wappen der rechten Patronatsloge


Gestühl


Noebe Orgel


neugotische Fenster


Deckenbemalung


Grab der Patronatsfamilie von Klinggräff