Kirche Helpt / Mühlenstadt Woldegk

 


Außenansicht mit Friedhofsmauer

Der Ort Helpt wurde erstmals im Jahr 1298 in einer
Schenkungsurkunde erwähnt.
Die ziegelgedeckte Feldsteinkirche wurde mit zugeschlagenen Feldsteinen  mit dem Fachwerkturm wurde im frühgotischen Stil um 1300 erbaut.
Der schiefergedeckte Turm sitzt auf dem ziegelgedeckten Dachfirst
auf der Westseite mittig auf.
Unklar ist die Frage , war der Turm gleich Bestandteil der Kirche.
Wurde der Fachwerkturm wie bei anderen Kirchen im 18. Jh. aufgesetzt.
Die Wetterfahne sagt es leider nichts dazu. Sie verweist
auf das Jahr 1965. (AD 1965) wohl das Jahr der Restaurierung des Kirchturmes.
Der Unterteil des Kirchturms sitzt am Westrand der Kirche, wobei die westliche Feldsteingiebel Bestandteil des quadratischen Fachwerkunterteils ist.
Die drei anderen Seiten bestehen aus Fachwerk , das mit  rötlichen flachen Ziegel gefüllt ist.
Der Buchstabe "K" ist in den Balken mehrmals zu erkennen.
Darüber folgt ein achteckiger Fachwerkteil. Zwei Ringe aus einem Eisenband dienen als äußeres Sicherungsband des Fachwerkturmteiles.
Darüber sehen wir einen dreiteiligen langgezogenen schiefergedeckten Helm.
Der untere achteckige Teil ist leicht rund und wulstartig
und hat eine Höhe unter 2 m. Dann folgt ein tallienartiger Absatz.
Nun folgt wieder ein etwa 1 m breiter achteckiger Wulst und dann die langgezogene Spitze.
Der Turm hat auf der Westseite eine spitzbogenartige zweitügige Pforte mit sechs Oberlichtfensterteilen als Oberlichtbogen.
Die Kirche hat auf der Nord- und Südseite je ein Dreifaltigkeitsfenster.
Diese Dreifaltigkeitsfenster  sind im Prinzip identisch und bestehen aus kleinen rechteckigen Butzescheiben.  Alle  Teilfenster bestehen aus weißen kleinen rechteckigen Holzfeldern, 
darin je drei Reihen mit vier rechteckigen Scheiben, in einem Gesamtrahmen . Jedes Fenster ist einspaltig.
Die obere Fläche ist bei allen Fenstern immer fünfeckig wegen der Spitzbogenform des Einzelfensters. 

Das mittere größte Fenster besteht aus vier Flächen.
Die Fenster links und rechts haben nur drei Felder .
Alle Dreifaltigkeitsfenster sind in einem schmalen gemeinsamen gemauerten schmalen Rahmen eingefasst.
Weiterhin gibt es Einzelfenster mit bis 5 Feldern, die im Einzelaufbau der einzelnen Dreifaltigkeitsfenster gleichen. Es ist anzunehmen das alle Fenster
zur gleichen Zeit  und einheitlich eingebaut wurden.

Dies gilt auch für das Dreifaltigkeitsfenster des Chorgiebels.
Der Grundaufbau ist identisch zu den anderen beiden Dreifaltigkeitsfenstern.
Nur haben diese drei Fenster je ein Feld  mehr. Hier haben die beiden äußeren Fenster schon vier Felder und das mittlere Fenster 6 Felder.
Im oberen Teil des Rahmen des Dreifaltigkeitsfensters sehen wir einen weißgestrichenen Halbbogen.  Ganz oben am Chorgiebel sehen wir drei weiße Spitzbogenblenden , wobei die mittlere Blende , die große Blende ist bei einheitlicher Höhe des Fußes der Blende.

Auf der Nordseite haben wir einen kleinen Feldsteinanbau
mit ziegelgedeckten Walmdach.
Auf der Südseite befindet sich ein verputzter Anbau.

Dieser Anbau trägt ein ziegelgedecktes Giebeldach.

An der giebelseite dieses Anbaus sehen wir mehreren aus Guß bestehenden Initialen. Die Initialen könnten  lauten: "AV & VR 1732".
Darüber sehen wir in einem Eisenring einen Hammer und ein Schlegel.
Die Initialen scheinen teilweise dem Rost zum Opfer gefallen zu sein.
Sicher ist die Jahrzahl des Baus dieses Anbaus im Jahr 1732.

Evangelisch Lutherische Kirchgemeinde Kublank
Pastor Gottfried Zobel

Dorfstraße 17

17349 Kublank

 

Tel: 03968-210218
Fax:03968-211813


 


Außenansicht Kirchturm


Fachwerkturm


Turmspitze aus Südosten

Turmteil Fachwerk

Kirchturm aus Süden

Kirchturm mit Giebel

Kirchturm

Turmspitze aus Norden

Turmspitze aus Nordwesten

Turmspitze mit Wetterfahne

Eingang am Kirchturm

Außenansicht Südseite mit Anbau
und Dreifaltigkeitsfenster
Fenstergruppe Nordseite

Fenster und
Dreifaltigkeitsfenster 


Dreifaltigkeitsfenster  


Chorgiebel


Dreifaltigkeitsfenster


Blendwerk Chorgiebel


Dreifaltigkeitsfenster Südseite


Sakristei Südseite

Sakristei Südseite

Schriften an der Sakristei
AV & VR 1732