Kirche Beseritz bei Friedland / Mecklenburg

 


Kirche mit Turm

Der Ort Beseritz wurde als Hauptort in einem Abtretungsverfahren im Jahre 1236 an Brandenburg zwischen Pommern und Mecklenburg genannt. Diese Region war häufig Zankapfel zwischen Pommern und Mecklenburg. Im Mittelalter war Beseritz Pfarrort.  Seit 1978 gehörte Beseritz zur Gemeinde Schwanbeck und jetzt zur Vereinigten Kirchgemeinde Friedland.
Die Feldsteinkirche wurde damals noch ohne Kirchturm um 1300 im gotischen Stil errichtet wobei der Einfluss der Romanik 
 z.B. rundbogenartige Fenster in den Seiten des Langhauses erkennbar ist.
Das heutige Aussehen erhielt die Kirche nach einem Großbrand im Jahre 1879.
Die Kirche brannte bis auf die Mauern ab. Der Turm wurde an das renovierte Langhaus durch Baumeister Daniel im Jahre 1881 angefügt. Auch das Westportal, das sich jetzt im Kirchturm sich befindet wurde verändert.
Gehen wir zuerst um die Kirche ehe wir in die neugotische Kirche hineinschauen.  Die Fenster auf der Nord- und Südseite sind rundbogenartig mit Ziegel gemauert.
Die Fenster sind mit rautenartigen Butzescheiben gefüllt. Die Scheiben sind durch Bleistege verbunden.
Der Chorgiebel hat in einem gemeinsamen Blendenrahmen drei schmale 
eher rundbogenartige gleichgroße Rundbogenfenster.  Sieben klare Scheiben, die übereinander liegen, geben Licht für den Chorraum .
Im Blendenbogen haben wir im oberen spitzbogenartigen Bogen eine Rosette aus Ziegelmaterial. Über diesem Bogen haben wir
fünf spitzbogenartige Blenden die bogenartig über der Blende mit den drei Fenstern beginnen und am Giebelfirst jeweils enden.
Betrachten wir nun den Kirchturm von Baumeister Daniel. Grundriss des Turmes ist das Rechteck Der untere Teil des Kirchturmes wurde mit Feldsteinen errichtet. Seitlich  sehen wir je zwei Spitzbogenfenster  in etwa einem und in vier Meter Höhe. über dem Eingangsportal sehen wir ebenfalls im Feldsteinbereich ein Spitzbogenfenster. Über der Feldsteinen folgt der Bereich mit  den Schallluken. Dieser Bereich wurde mit roten Ziegel errichtet. Die paarigen Schalluken mit Rundfenster darüber wurden in eine leicht nach innen gezogene rechteckige Fläche eingebaut. Diese Fläche wir oben und unten von einem schmalen Zierband begrenzt.
Unterhalb des schiefergedeckten Turmes haben wir rundum ein schmales  Zickzack-Zierband. Zuerst beginnt das Zeltdach langsam zu steigen. Nach etwa einem Meter steigt das Dach langgezogen und steil an. Auf der Spitze sehen wir ein Kreuz, darunter die Kugel wohl mit Dingen aus dem Jahre 1881. Nun stehen wir vor dem spitzbogenartigen Eingang.
Zwei hohe spitzbogenartige Ziegelreihen bilden den Rahmen. Die zweitürige Pforte ist rundbogenartig. Zwischen Tür und Spitzbogen sehen wir auf einem Teller einen Jesuskopf . 

Im Kirchturm sehen wir einen sechseckigen Stern aus roten Ziegel. 
Mittig haben wir eine runde Luke mit Holzdeckel.
Die Innentür ist umrahmt von zwei  Spitzbögen aus halbrunden Formziegel. In einer fast dreieckigen Fläche haben wir im Spitzbogen eine Inschrift: "Siehe ist nichts anders .enn Gottes Haus und hier ist die Pforte des Himmels R ..e Cap ..".


Nun betreten wir die neugotische Kirche. Markant ist der neugotische Altar mit der Altarschranke. Sehr interessant ist das Altarbild. Es zeigt die Auferstehung von Jesus Christus. Unten stehen und staunen 11 Apostel. 
Judas ist nicht mehr dabei nach dem Verrat an Jesus. In den Flügel haben wir je zwei Texte auf goldenen Grund.
Rechts oben steht in blauer verschnörkelter Schrift. " Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende Ev. Matth. , C 28, v 20."
Im Geld darunter steht: "Gott sei Dank der uns den Sieg gegeben hat durch unseren Herrn 1. Chor. C 15, v 57"
Links oben steht " Und Ich werde erhöhet von der Erde, So will Ich Sie alle
zu Mir ziehen. Ev. Joh. C 12, v 32" Wichtige Buchstaben der texte sind vergrößert und in rot geschrieben. oben haben wir vier Türmchen mit Kreuz. Mittig sehen wir ein angedeutetes Kreuz. Links und rechts haben wir zwei schmale spitzbogenartige Fenster mit Buntglasscheiben, die Weinreben zeigen. Leider sind die Fenster nicht vollständig. 

Auf der Empore steht eine bespielbare Orgel des Orgelbaumeister Julius Schwarz aus Rostock. Sie wurde nach 1881 eingebaut.

Links steht die neugotische Kanzel mit Schalldeckel. Vier Türmchen befinden sich auf dem Schalldeckel. Die Kanzel ist ansonsten ohne Zierde schlicht.

Die Kirche wurde in den letzten Jahren saniert.


Vereinigte Kirchgemeinde Sankt Marien Friedland / Mecklenburg

Pastorin Ruthild Pell-John
Müjhlenstraße 89
17098 Friedland

Tel. 039601-20480


Homepage: www.st.marien-friedland.de 


Ansicht Kirchturm


Seite mit Reste eines Anbaus


Chorgiebel mit Schutzzaun


Fenster des Chorgiebel


Spitzbogenartiger Eingang


Kreuzrippengewölbe im Turm


Text über der Eingangstür im Turm


Innenansicht


Altar


Altarbild 


Altarflügel rechts


Altarflügel links


Fenster links neben Altar 


Kanzel mit Schalldeckel
davon Taufständer


Seitenloge


Schwarz-Orgel


Fenster im Langhaus 


Runder Kronleuchter


Holzdecke mit Seitenstützen


Kleiner Vorraum
Wird im Winter als Winterkirche genutzt