Kirche  Wustrow bei Mirow

 


Außenansicht

Der Ort Wustow im heutigen Landkreis Mecklenburg Strelitz wurde erstmals 1349 erwähnt. Im Jahre 1773 wude Wustrow der Pfarre Strasen zugeordnet.
Die heutige Kirche mit ihren Rundbogenfenster wurde als Fachbau vom Baumeister Witzeck im Jahre 1897 mit quadratischen Turmaufsatz gebaut. 
Mit ihren Rundbogenfenster hat die typische Merkmale einer neuromanischen Kirche.
Seit 1774 gehört die Wustrower Kirche zur Pfarre Strasen.
Im Jahre  1852 erhielt die Kirche eine neue Glocke, die vom Glockengießermeister C. Illis aus Waren gegossen wurde.
Die hat folgende Inschrift: " Waltz Pastor, Wustrow 1852, gegossen von C. Illis in Waren.
In Jahre 1888 wird der Friedhof geschlossen, einzelne Kreuze sind noch vorhanden.
Im Jahre 1892 musste die Kirche baupolizeilich gesperrt werden,
erst im Jahre 1896 konnte der Turm repariert werden.
Im Jahre 1897 erfolgte zum Reformationsfest die Weihe der Kirche . Die Kirche erhielt eine zweite Glocke mit der Inschrift:
Aufwärts den Sinn, zum Ewigen hin, Friedrich Wilhelm  Großherzog von Mecklenburg-Strelitz 1897,
die Glocke wurde gegossen von C. Voß und Sohn Stettin. Am 27.07.1917 muss die Glocke von 1897 für Kriegszwecke abgeliefert werden. Seit 1977 gehört die Kirche zur Pfarrei Wesenberg, die Pfarrei Strasen wird aufgelöst.

Der Kirchturm ist rechteckig. mehrere Deutsche Bänder umranden den Kirchturm Je ein Rundbogenfenster zeigt in eine Himmelsrichtung Die Turmspitz ist lang und schmal und trägt auf einer goldenen Kugel ein Kreuz. Der Kirchturm ist schiefergedeckt. Unter dem Deutschen Band finden finden wir auf drei Seiten eine Reihe von  je 5 Rundbogenblenden. Der Eingangsbereich im Turm ist leicht vorgezogen und wird durch ein ziegelgedecktes spitzwinkliges etwa 20 cm breites Dach geschützt. Diese Überdachung wird durch ein rundes Holzgerüst getragen. 

Der Turm ist auf jeder Seite etwa ein Meter schmaler als das Langhaus. Das Langhaus ist von Außen in drei Bereiche geteilt.
Mittig liegen paarweise die Rundbogenfenster. Diese bestehen aus zweireihigen rechteckigen Buntglasscheiben, die mit Bleistegen verbunden sind. Über  jedes Fenster befindet sich ein  schwarzer aus sehr schmalen Ziegel gemauerter doppelter Rundbogen. Unter der Dach verläuft ein Zierband.

Die Apsis wird durch ein rundes Buntglasfenster verziert. Die Scheiben sind wie eine Rosette aufgebaut. Dieses runde Fenster und vier darunter liegende weiße Rundbogenblenden befinden sich ein einem größeren Rundbogen, de etwas 5 cm Tiefe hat. 

Betreten wir nun die Kirche sehen wir zuerst das Chor mit dem runden Buntglasfenster . Um dieses bläulich scheinende Fenster stehen oberhalb die Worte "Jesus Christus gestern und heute und " links "derselbe", rechts  "auch in " und darunter Ewigkeit" Die Rosette trägt innen ein schmales weißes Kreuz, darunter ein um 45 Grad gedrehtes Kreuz, das aus zwei gegenüberliegenden Gerstenähren und zwei gegenüberliegenden Maiskolben besteht , dann nach außen ein kleinen Strahlenring, mit 32 kleinen undurchsichtigen gelblichen nach außen gerichteten Scheiben besteht. Jetzt beginnt der blumenartige Teil. Jedes der acht Blumenblätter besteht von innen nach außen, im inneren Ring aus einen rötlichen und rosaen Scheibe, dann folgen eine bräunliche, grünliche und weiße größere Scheibe nebeneinander,  darüber sehr schmale ringartige rote , grüne, gelbe und hellrote Scheiben im Wechsel,
Dann folgt ein größerer Strahlenkranz . Abgeschlossen wird ein Blatt durch bläuliche Scheiben. Alle Blütenblätter und Scheiben sind durch mehr oder weniger starke schwarze Bleistege harmonisch verbunden. 
Unter halb der runden Buntglasfester wurde ein Art Wandbehang auf gemalt.

Der relativ kleine Altar hat eine vollständige Altarschranke in einem Braunton, der für alle Teile dieser Kirche markant ist. Auf einem kleinen etwa 60 cm großen pyramidenartigen Altar befindet sich ein Kreuz. Auf der pyramidenartigen Fläche finden wir die Buchstaben A uns O für den Anfang und das Ende. Die Mitte könnte eine Sanduhr darstellen, was nicht sicher ist.

Die Kanzel steht links vor dem Chor und kann vom Chor aus genutzt werden.  Sie hat keinen Schalldecke.
Die Kanzel ist mit schwarzen runden Mustern mehrfach bemalt worden. Schauen Sie sich dies bitte selbst an, die Kirche ist in den Sommermonaten offen.
Die Bankreihen folgen in der bräunlichen Farbe.
Die Empore ist durch torartige Muster geprägt. Sie vermittelt einen kräftigen Eindruck. Links haben wir unter der Empore die Winterkirche.
Die Bankreihen haben runde Elemente. 
Diese Kirche hat eine tonnenartige Holzdecke.
Vier Spannstangen sichern die Kirche.
Auf der linken Seite sehen wir ein Stück der Wandbemalung, diese ähnelt der Chorbemalung.
Die Glocke stammt aus dem Jahre 1860.


Die Kirche gehört zur
Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Wesenberg
Pastor Iven Benck

Hohe Straße 22

17255 Wesenberg

 

Tel.: 039832 / 20431

Fax: 01212-5-23643749

Offene Kirche von Mai bis September  10 bis 17 Uhr !

Liegt auf dem Pilgerweg !


Turmansicht


Detail im Chorbereich außen


Neuromanische Fenstergruppe


Innenansicht


Chorbereich


Altar


Chorfenster

Kanzel

Empore


Detail Empore


Detail Decke

Unterer Teil der Holzdecke mit Winkel
Teilbemalung unter der Holzdecke