Kirche Trollenhagen bei Neubrandenburg

 


Außenansicht 

Der Ort Trollenhagen wurde erstmals 1308 als Hogenhagen erwähnt.
Ab dem Jahre 1496 nennt sich der Ort auf dem Berg Trollenhagen.
Die Feldsteinkirche ohne den Kirchturm entstand im 14.Jahrhundert
wohl als romanische Kirche.
Die Rundbogenform des Fensterbogen weist wohl darauf hin.
Bleiben wir bei den Fenstern des Kirchenhauses.
Die rechteckigen braunen Holzfenster wurden in die Rundbogenstruktur eingefügt. Das Fensterkreuz teilt das Fenster in vier Felder ein.
Jedes Feld besteht aus vier mal 4 klaren Fensterscheiben.
Der Aufbau aller Fenster im Langhaus ist einheitlich. Wir haben auf den langen Seiten je 2 Fenster. Das Chor hat nur ein Fenster. Über dem Chorfenster haben wir unterschiedlich lange  7 Spitzbogenblenden Die vier mittleren Blenden sind
gleich groß.  Über den beiden mittleren Blenden haben wir eine Rundbogenblende zwischen den beiden Spitzen.
Daneben links und rechts haben wir zwischen den beiden Spitzen ebenfalls eine aber kleinere Rundbogenblende.
Auf der Südseite haben wir eine braune rechteckige Tür.
Über der Tür sehen wir zwei Felder mit  drei mal vier kleinen rechteckigen klaren Scheiben. Über der Tür haben wir eine kleine zugemauerte Pforte.
Ursprünglich hatte die etwa 1 m hohe Pforte  ein wellenartiges Aussehen.
Darin folgen  zwei gemauerte Rundbögen.
Betrachten wir nun den Kirchturm. Der Kirchturm ist schmaler als das Langhaus. Der untere Teil des Kirchturmes ist mit Feldsteinen gemauert worden.
Unten in der linken und rechten Turmseite haben wir je ein Rundfenster mit vier Formringe als Verzierung. Das Fenster selbst besteht aus einem Metallkreuz und vier matte Scheiben. Es folgt eine Teilung des Turmes.
Der Oberteil des Turmes ist verputzt und weiß angestrichen.
Über den Rundfenster sehen wir  in diesem verputzten Bereich oben drei Spitzbogenluken knapp unter dem Dach. Etwas tiefer sehen wir mittig eine weitere Spitzbogenluke als Schallluke.
In Richtung Kirchenschiff sehen wir eine weitere spitzbogenartige Schallluke. Diese Schallluken sehen wir ebenfalls an der Giebelseite des Kirchturmes.
Der Kirchturm hat eine spitzbogenartige mit Ziegel gemauerte Pforte.
Drei Bögen Formsteine konkav, konvex und konkav umrahmen die Pforte.
Die Eingangspforte besteht aus zwei schwarze Holztüren.
Der Tür hat zwei interessante Beschläge.
In dem Bereich zwischen Türbogen und dem Spitzbogen sehen wir in einem recheckigen, aber abgerundeten leicht eingesenkten Rahmen eine Inschrift.
Sie lautet: "Erbaut von Otto Siemerling 1902"
Darüber stehen ineinander verschränkt übereinander die griechischen Buchstaben Alpha und Omega. 
Diese Inschrift bedeutet das der Kirchturm als neugotischer Turm im Jahre 1902 an die Feldsteinkirche angefügt wurde.

Wir betreten die Kirche durch den heute einzigen Eingang im Kirchturm.
Im Vorraum steht links wohl ein defektes Harmonium.
Der Eingang zum Langhaus hat vier gemauerte Spitzbögen die mit rötlichen
Formziegel gemauert wurden.. Auf dem weißen Putz wurde ein weiterer Bogen gemalt. Die alte Tür hat zwei starke Metallbänder,wobei das untere Band sehr breit und stark ist. Die bänder halten mehere senkrechte Holzbretter.
Links sehen wir einen Griff und in der Mitte einen Ring zum Anziehen der Tür.

Nun betreten wir den Raum und stehen unter der Empore.  
Die Kirche wurde nach der Wende vollständig renoviert.
Links sehen wir ein Bild das an die Gefallenen des I. Weltkrieges erinnert.
Das Bild über den Namen der Gefallenen ist sehr interessant. Es zeigt eine Familie.  Der gefallene Mann in Uniform knied nach hinten fallend vor der familie. Die rechte han der Ehefrau hält den Helm. Im linken Arm hat sie ein Kleinkind. Daneben steht der große Sohn, der ziellos in die Ferne schaut.
Daneben steht der kleine Sohn  im Matrosenanzug nach unten zum Vater schauend. Hinter der Muter steht die große Tochter, sich an der Mutter festhaltend.
Oben sehen wir  über der Famlie ein  schräg vor einem Vorhang ein helles Kreuz. Vorne befindet siche in Engelskopf.
An der anderen Wand sehen wir ein freigelegtes Schutzkreuz
und darunter eine Truhe.
Neben der Treppe auf der anderen Seite wurde ebenfalls ein Schutzkreuz freigelegt.

Die Kirche mit dem Tonnengewölbe wurde anfang des 18.Jh. im barocken Stil eingerichtet.  Rechts steht eine Hochloge, die nicht mehr begehbar ist. Davor steht rechts eine geschlossene Loge. In der Mitte sehen wir den Altar mit der Altarschranke und zwei Altarbildern. Links sehen wir eine kleine alte Tür , vielleicht eine Tabernakelnische aus katholischer Zeit. Daneben sehen wir ein schlichte geschlossene Loge, die den Eingang zur Kanzel mit Schalldeckel versteckt. Die Kirche hat noch da vollständige barocke Kastengestühl.

Zuerst den Altar mit der Altarschranke. Der Altartisch wurde mit Ziegel gemauert und weiß gestrichen. Der Altar zeigt unten zwischen zwei runden Säulen mit vergoldeten Kämpfer das Abendmahl. Das Bild zeigt 15 Personen. In der Mitte sehen wir Jesus mit dem Strahlenkranz und 12 Apostel am Tisch mit weißem Tuch. Der Tisch steht auf einen braun/weiß karieten Fußboden Auf dem Tisch sehen wir acht Teller vor den Apsteln. In der Mitte stehen zwei brennende kerzen in je einem Kerzenständer. Neben dem Kelch  liegt auf dem Teller ein kleines
zubereitetet Tier, vielleicht ein Spanferkel. nahe liegt ein rundes Brot.
fast unsichtbar im Vordergrund sehen wir von links nach rechts karaffen, vielleicht mit Wein, einen großen Topf mit  zwei Griffen und einen kleinen sitzenden Hund mit ausgestreckten Virderbeinen, der etwas erwartet.
Der helle Fuß der Säulen hat auf drei Seiten eine erhabene Rose.
Die beiden dunklenSöulen sind mamoriert zwischen braun und schwarz.
Der blattartige gebündelte Kämpfer ist neu vergoldet.
Zwischen dem unteren und oberen kleineren Kreuzigungsbild sehen wir eine dunkle Linie mit Blumenelementen. Das obere Bild zeigt links Maria und rechts Johannis neben Jesus am Kreuz Oben sehen wir in der Mitte eine vergoldete Sonne sowie links und rechts je einen Tulpenstrauß in einer Vase.
Links und rechts begrenzen vier roccaienartige Ornamente  den Altar neben den Säulen.

Links befindet sich die barocke Kanzel mit dem Schalldeckel.
Am Schalldeckel steht:" Des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren,
daßs man aus  dem seinem Münde das Gesetz suche. Mal. 2.7".
Der Zugang zur Kanzel befindet sich in der schlichten dunklen
geschlossenen Loge.
Vor der Kanzel steht eine Taufe. Der Unterteil ist wohl aus Stein.
Der wohl achtfeldige aber rundliche dunkle Deckel hat in jedem Feld ein Gesicht.  Auf die Spitze kann eine Kerze gestellt werden.

Zwischen linke Loge und Altar sehen wir eine Tür, die vielleicht eine Tabernakelnische verdeckt.

Rechts steht eine sehr interessante baocke geschlossene Loge mit zwei großen Wappen der Patronatsfamilie von Trollenhagen.
Weitere kleine Wappen sehen wir an der Loge.  
Die Tür zur Loge ist in der Mitte. Links haben wir von der Tür
4 gedrehte weiße Säulen, rechts vier plus zwei an der schmalen Seite.
Alle Säulen haben vergoldete Kämpfer wie am Altar.
Rechts daneben haben wir in einer Nische in großes hölzernes Kreuz .
Darüber sehen wir eine schwarze Gedenktafel für den Krieg gegen Napoleon.

Daneben steht eine barocke Hochloge mit den vier gedrehten weißen Säulen.
Diese Hochloge kann nicht mehr betreten werden , da die Außentür geschlossen wurde und der äußere Zugang abgerissen wurde. So einen äußeren Zugang zu einer Hochloge gibt es in der Region nur noch an der Kirche Groß Dratow bei Waren.

Auf der Empore steht eine Orgel von der frühreren Orgelbaufirma Robert Walter aus Friedland Mecklenburg. Im Jahr 2003 baute die Orgelbaufirma Arnold mit diesem Teilen eine bespielbare Orgel auf.

Die Kirche hat ein vollständiges restaurieres Kastengestühl.

Die Kirche hat eine Glocke.
Auf dem Friedhof steht eine Sakristei aus geschlagenen Feldsteinen.



Evangelisch - lutherische Emmaus-Kirchgemeinde Neddemin-Staven

Pastor Martin Doß

Rossower Str. 25
17039 Staven

Tel.: 039608 - 20021
Fax: 039608 - 26193
E-Mail:  staven-emmaus@elkm.de



Außenansicht


Kirchturm


Kirche


Südseite mit Fenster


Fenster
    

Nebeneingang AlteTür



Geschlossene Pforte


Chorgiebel


Obere Blenden des Chorgiebel


Nordseite

Nordseite

Nordseite Turm

Seitliches Rundfenster
Am Kirchturm

Turmeingang

Beschriftung über dem Eingang
des Turmes

Harmonium im Turmraum

Eingang zum Langhaus

Gedenkbild I.Weltkrieg

Truhe und Schutzkreuz

Schutzkreuz an der Treppe

Barocke Innenansicht

Altar mit Schranke

Altar

Unterer Teil

Abendmalbild

Fuß der Säule

Vergoldeter Kämpfer

Oberteil mit Kreuzigungsbild

Oben Sonne und zwei Tulpensträuße

Kanzel mit Schalldeckel

Schalldeckel mit Inschrift

Taufe mit Deckel

Deckel mit Gesichter.

Altar und barocke Loge

Barocke geschlossene Loge

Hauptwappen

Weitere
Wappen rechts

Weitere Wappen
links

Kreuz
und Gedenktafel 1813-14

Hochloge

Detail der Hochloge

Empore mit Orgel

Empore mit Orgel

Orgel  von Robert Walter

Spieltisch

Blick von der Empore

Blick von der Empore

Kastengestühl

Detail

Sakristei

Eingang Sakristei