Kirche Neverin bei Neubrandenburg

 


Außenansicht 

Der Ort Neverin wurde erstmals urkundlich im  Jahre 1385 erwähnt. 
Die heutige Feldsteinkirche mit dem Kirchturm wurde als barocke Kirche um 1700 errichtet. In wieweit Teile einer älteren Kirche verwendet wurden ist nicht bekannt.  Die Umfassung der Fenster des Kirchenhauses wurden mit Ziegel errichtet. Wir haben zwei Rundbögen mit einem gemeinsamen Mittelsteg. Die Stege bestehen aus halbrunden Formziegel. Darin befinden sich kleine rautenartige  klare Butzescheiben, die mit Bleistege gefasst sind. In jedem Fenster haben wir im oberen Teil je ein Kreuz.  Wir haben am Rand umlaufend je Fenster verschiedenfarbige schmale Glasscheiben als Rahmen. Darüber haben wir ein Rundfenster. Anbei befinden sich Fischblasen, die das Fenster auffüllen. Auch diese Teile wurden mit Butzescheiben gefasst. 
Unter dem Kirchturm haben wir in einer Blende auf jeder Seite zwei kleine nachträglich eingefügte Spitzbogenfenster, diese sind ebenfalls mit rautenartige Butzescheiben gefüllt. In diesem Raum unter dem Kirchturm steht wahrscheinlich eine nicht aufgebaute  geschlossene Loge. Diese Loge hat mindestens drei vergoldete Kapitelle. 
Das Mansardendach ist wie der Kirchturm neu mit Schiefer gedeckt. Die Teilung des Langhausdaches erfolgte etwa 1m unterhalb des aufgesetzten Kirchturmes.
Betrachten wir nun gesondert den Kirchturm. Der Kirchturm  wurde am Giebel auf das schiefergedeckte Kirchturmdach aufgesetzt. Der Unterteil des Turmes ist quadratisch und wurde mit Ziegel errichtet. Auf drei Seiten haben wir zwei Spitzbogenschallluken. die verbrettert sind. Der untere Teil des Kirchturmes ist zeltförmig. Ohne Übergang bildet sich dann eine lange sechseckige Spitze. An der Spitze haben wir eine goldene Kugel, eine Wetterfahne und einen goldenen Stern. Der Kirchturm ist wie das Kirchenschiff  neu mit Schiefer gedeckt worden. es stellt sich die Frage ob der Kirchturm in der Zeit  der Neugotik in Mecklenburg ergänzt wurde.

Betreten wir nun die Kirche durch die Rundbogenpforte.
Zuerst fällt in das Auge der Altar mit der Altarschranke. Alles der Kirche ist als Grundfarbe in weiß gehalten. Am Altar hängt ein schwarzes Kreuz mit dem weißen Körper von Jesus Christus. Ein Himmel begrenzt nach oben diesen Altarteil. Links und rechts haben wir je zwei Säulen mit vergoldeten Kapitellen, die den Himmel wie die Evangelien tragen. Die Säulen sind schwarz, Schlieren verweisen auf die Zeit des Barockes nach 1700.
Oben haben wir einen goldenen Strahlenkranz, darin das Dreieck
mit 3 S-ähnlichen Zeichen (Heiliger Geist).  Der Strahlenkranz wird durch barocke  Verschnörkelungen gehalten. Rechts über der Loge sehen wir ein Bild das Jesus nach der Auferstehung auf einer Wiese zeigt.
Auf der linken Seite steht die helle Kanzel ohne Schalldeckel.
Die Kanzel steht auf einem Fuß. Der Kanzelkörper trägt auf der großen Fläche einen wohl barocken Roccaien - Kranz. Die kleinen Flächen sind ebenfalls in diesem Stil bemalt.
Wir sehen in Richtung geschwungener weißen Empore das Kastengestühl. Die rechteckigen Flächen sind durch rechteckige wolkenartigen hellblaue Füllungen ergänzt. Die Ecken sind abgerundet.
In dieser Füllung schwimmen kaum erkennbar verschwommene Rauten.
Die Füllung der Bankreihen sehen wie ebenfalls an der weißen Empore in ihren Feldern.
Die Decke besteht aus Brettern. Die Decke wir durch Balken getragen. 
Die Beleuchtung ist modern.

Die Kirchgemeine Neverin gehörte zur Pfarre Neuenkirchen. Die Pfarre Neuenkirchen ist seit 2003 mit der Pfarre und Kirchgemeinde Neddemin-Staven verbunden.

Evangelisch - lutherische Emmaus-Kirchgemeinde Neddemin-Staven

Pastor Martin Doß

Rossower Str. 25
17039 Staven

Tel.: 039608 - 20021
Fax: 039608 - 26193
E-Mail:  staven-emmaus@elkm.de




Neugotischer Kirchturm


Turmansicht


Seitenansicht


Fenster



Fenster von Innen


Kleine Turmfenster

Kleine Turmfenster
von Innen

Teile einer Hochloge ?

Eingang zur Kirche

Innenansicht

Altar mit Altarschranke
Taufständer

Altar

Kreuz mit Korpus
Jesus im Altar

Oberteil Altar
Strahlenkranz

Bild
Jesus Christus

Kanzel
Stuhl

Blick in
Richtung Empore
 
Kastengestühl

Große Grabplatte

Balkendecke des Kirchenraumes