Kirche  Wolkow bei Altentreptow / Gemeinde Wildberg

 



Vorderansicht

Schauen wir uns zuerst die Kirche auf der Eingangsseite von weitem an, so sehen wir rechts einen Teil der Kirche als Feldsteinbau. Dieser Feldsteinteil stammt aus der Zeit nach 1250.
Der reich geschmückte rechte Giebel mit dem Kreuz gehören zur ursprünglichen Kirche. Wolkow bei Altentreptow wurde erstmals 1249 als Eigentum des Klosters Reinfeld bei Hamburg im "Codex Pomeraniae" erwähnt. 
Wir sehen das neben dem Feldsteinteil mit dem Eingang links mindestens ein mit Ziegel gemauerter Teil  mit Spitzbogenfenster und der hölzerne Turm angefügt wurden.
Man bedenke das der 30.jährige Krieg sehr stark in Mecklenburg gewütet hat, dabei viele Kirchen und Orte zerstört und entvölkert wurden. Es liegt nahe dass die Erweiterung der Kirche weit nach 1648, der Altar stammt aus dem Jahre 1736, erfolgte. Wahrscheinlich erhielt die Kirche zu dieser Zeit  den hölzernen Kirchturm mit der barocken Haube. Heute sehen wir über der Feldsteinmauer wenige (7)  Reihen Ziegel und dann das Satteldach mit den Dachziegeln. 

Das rechte Fenster neben den mit Ziegel gemauerten Eingang ist ein Spitzbogenfenster. Dieses Fenster und das gegenüberliegende Fenster auf der Rückseite waren wohl nicht in der ursprünglichen Kirche, sondern sie kamen mit der Erweiterung der Kirche hinein. Die Fenster haben zwei mit Ziegel gemauerte Rahmen was besonders im Feldsteinteil auffällt. Die Fenster sind mit rautenartigen mit Bleistegen verbundenen Butzescheiben gefüllt.  Jedes Fenster hat zwei sehr fein gemauerte Spitzbögen, oben in der Mitte eine Fischblase. Buntglasteile sind von Außen nicht zu erkennen. 

Der Feldsteinteil ist durch ein gemauertes spitzbogenartiges Band abgeschlossen. Bei der Erweiterung der Kirche wurde dieses Band im Ziegelmauerwerk nachempfunden.
Der rechte Giebel hat heute zwei Spitzbogenfenster. Hässlich ist diese Zumauerung des Mittelfensters. Wie ein breiter Strich von einen Meter sieht dies leider hässlich aus. Die Fenster sind Teil eines gemeinsamen Spitzbogenrahmens. Rechts haben wir einen kleinen Stützpfeiler.
Schauen wir uns nun den Giebel an. Im Mittelpunkt steht ein Kreuz mit vier Spitzen. Unten links und rechts  vom Kreuz haben wir je zwei Rundbogenblenden, In jeder Blende befinden sich zwei schmale Spitzbogenblenden. Im Oberteil sehen wir dadurch eine Fischblase, weil die Spitzbogenblenden etwa 15 cm unterhalb des Rundbogens enden. Die vier Blenden und das Kreuz beginnen an der Oberkante der Feldsteinmauer.
Oben links und rechts vom Kreuz sehen wir  je eine Kleine Spitzbogenblende, Das Kreuz endet etwa  1m unter der Dachkante. Das Kreuz hat einen Mittelpunkt etwa in 2/3 der Höhe des Kreuzes.
Sehr interessant ist auch der hölzerne Kirchturm mit der interessanten Dachverbindung zum Langhaus. Das Ziegeldach verlängert sich als einseitiges Walmdach auf den Kirchturm.
der Dachfirst endet etwa 1m unterhalb der Haube des Kirchturmes. Das Dach umschießt etwas tiefer die quadratische verbretterte Spitze des Turmes. Darauf ist dann die barocke fast glockenartige Spitze gesetzt worden. Dieser Teil ist ausnahmsweise mit Schiefer gedeckt. Die senkrechte Verbretterung ist wir der ganze Turm schwarz gestrichen. Der Turm trägt ein Kreuz darunter eine Kugel.  Der untere Teil des Turmes steht in der Mitte des Giebels. Der Turm ist links und rechts etwa 2m schmaler als der Giebel. Das Dach ziegelgedeckte Dach des Turmes beginnt etwa über der Unterkante des Langhausdaches und ist selbst nur etwa 1 m breit. Der gesamte Turm ist senkrecht verbrettert.  Wir haben eine untere Bretterreihe, dort ist auch der Eingang, in der etwas kürzeren Mittelreihe haben wir je Seite je eine kleine Schallluke. Die obere Reihe senkrechter Bretter ist nur etwa einen Meter nach oben lang. Die Reihen sind abgesetzt. 
Auf der Rückseite haben wir im Feldsteinteil eine vermauerte Tür.
Der Eingang wir durch drei Vierpassblenden  links oben, darüber und rechts oben verziert. Die Pforte hat vier Reihen Spitzbögen. Der mittlere Bogen besteht aus halbrunden Formsteinen. Die schwarzgestrichene Tür hat eine Breite 
von 1,8 m und eine Höhe von 2,5 m. Die Tür ist um eine Stufe erhöht. Der Eingang wurde mit Ziegel vorgeblendet.


Die Kirche gehört zur
Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Altenhagen

Vakanz
Dorfstraße 39
17091 Altenhagen
Tel.: (03 96 00) 2 00 07, Fax: (03 96 00) 2 01 21



Giebel


Fenstergruppe am Giebel



Kreuz am Giebel



Giebel-Rückseitenansicht


Spitzbogenfenster


Rückseite- das Band unter dem
Dach wird fortgesetzt


Hölzerne Kirchturm


Turmspitze mit Kreuz


Eingang