Kirche  Wildberg bei Altentreptow 

 


Ansicht Vorderseite mit Friedhofsmauer

Der Ort Wildberg wurde wie die Orte Reinberg und Wolkow erstmals in einer Schenkungsurkunde
des Herzogs Wartislaw III von Dymin an das Kloster Reinberg bei Hamburg erwähnt.
Im Jahre 1308 geht der Ort Wildberg in den Besitz des Archidiakonats Stolpe an der Peene bei Anklam.  

Betrachten wir die Kirche zuerst von der Weite in Richtung der beiden Eingangspforten. Auffallend sind die drei Teile der Kirche. Rechts sehen wir den ältesten Tei der Kirche den  mit Ziegel gemauerten Teil mit drei Fenstergruppe auf der 
Vorder- und Rückseite. Natürlich gehört zu diesem Teil der Kirche aus dem Ende des 13.Jahrhundert der Kreuzgiebel.
Aus dem 16. Jahrhundert stammt der weitere Teil des ziegelgedeckten Langhauses, der mit Feldsteinen gemauert wurde. Der jüngste Teil der Kirche ist der schwarze hölzerne Kirchturm aus dem  19.Jahrhundert. Das Langhaus ist mit roten Ziegel gedeckt.

Fangen wir an zuerst den Giebel zu betrachten.
Dieser Teil der Kirche wurde im 13.Jahrhundert mit Ziegel gemauert. Die Ziegel wurden auf mehrere Reihen Feldsteine als Fundament gesetzt. Der Giebel hatte wohl drei Rundbogenfenster und war wie die Seitengruppen  noch heute sind eine Dreiergruppe, die an die Dreifaltigkeit erinnert. Heute ist da mittlere von drei Rundbogenfenstern zugemauert. Nur eine einfache Wand wurde in dieses Fenster eingefügt. Der Sims, etwa 45 Grad schräg nach oben, ist fast 50 cm tief. Die beiden Außenfenster der Dreiergruppe sind etwa 1m kleiner als die heutige mittlere Blende. Dies beiden Rundbogenfenster waren ursprünglich um 1m länger. Die heutigen Fenster sind um 1 m  vom unteren Rand höher gesetzt. Die Fenster sind weiß , die Scheiben sind klar. Wir haben zwei Spalten mit je drei Scheiben. Die oberen Scheiben sind Rundbogenscheiben. Die Fenster mit dem Glas sind nicht aus dem 13.Jahrhundert. 

Im Mauerwerk haben wir links und rechts viele etwa einen Ziegel große Löcher. Wozu dienten diese Löcher ? Sie dienten als Halterung für die Gerüste.
In Höhe des Dachbeginns sehen wir zwei Reihen von Ecken als Teilung des Giebels. Im oberen Giebel sehen wir ein Kreuz , unten von den beiden Linien, oben fast unter der Spitze des Daches gehend. Über dem Querbalken des Kreuzes sehen wir links und rechts vom senkrechten Kreuzbalkens je eine Rundbogenblende. Unter dem Kreuzquerbalken sehen wir links und rechts vom senkrechten Kreuzbalken je drei Rundbogenblenden als jeweilige Gruppe.
Direkt unter der Dachkante sehen wir links und rechts je acht kleine Rundbögen . Die rechte Seite ist wohl irgendwann überarbeitet worden, aber links sehen wir wunderschön wir diese kleinen Blenden verbunden sind. Eine etwa 1m lange senkrechte Linie führt zum Bogen von 30 cm. Am Ende des Bogens steigt diese Linie wieder senkrecht hoch zum nächsten Bogen. So setzt es sich fort bis zur Spitze.

Die beiden Seitenfenstergruppen sind wesentlich kleiner als die Giebelfenster, strukturell  der gleiche Aufbau. Die Dreiergruppen beginnen erst in einer Höhe von fast drei Meter. Diese Fenster lassen den Übergang von der Romanik-Rundbogen zur Gotik- Spitzbogen erkennen. Diese Fenster haben nur eine senkrechte
Scheibenreihe in weißer Fassung. Der Sims ist steil nach oben und etwa 20 cm tief. Nur an diesen Teil der Kirche aus dem
13. Jahrhundert sehen wir unter dem Dach an den Seiten eine Rundbogenlinie.

Auf der Eingangsseite sehen wir eine Spitzbogenpforte in diesem Langhausteil aus dem 13.Jahrhundert.  Die Pforte hat drei aus Formsteinen ummauerte Spitzbögen. Die helle hölzerne Tür zeigt drei Spitzbögen, die auf  fünf Säulen stehen.
Im 16. Jahrhundert wurde das Langhaus  mit einem Feldsteinmauerwerk verlängert. Dieser Teil der Kirche ist leicht verputzt. Wir sehen noch viele Feldsteine. Die Fenster sind Rundbogenfenster und bestehen aus zwei Spalten und fünf Zeilen quadratischer Fenster. Der Rahmen ist weiß, die obere Zeile der Scheiben passen sich dem Rundbogen an. 
Der Eingang ist eine Rundbogenpforte mit drei Bögen, die wie von oben herabgedrückt aussehen. Die Tür selbst hat das gleiche Aussehen wie die Nebentür im Ziegelteil der Kirche. 
Zu allen Fenstern des gesamten Langhauses muss gesagt werden, das sie wohl aus der selben Zeit stammen.

Der jüngste Teil der Kirche ist der Holzturm aus dem 18.Jahrhundert. Blitzeinschläge in den Jahren 1846 und 1852 zwangen zur Reparatur des Turmes. Im wurde der Turm erneuert. Die heutige Wetterfahne mit der Jahreszahl wurde nach einen weiteren Blitzeinschlag 1916 aufgesetzt.
Der Turm ist vollständig senkrecht verbrettert. Wir haben vier Bretterzeilen, die leicht abgesetzt sind. Die unteren drei Bretterreichen sind gleich lang, die obere Reihe nur halb so lang. Die Turmspitze ist schiefergedeckt. Die Turmspitze beginnt  rechteckig und läuft in ein vom unteren Turmteil abgesetzten Achteck, etwa 3m im Durchmesser. Diese Achteck läuft in ein Zentrum aus dem sich eine lange sechseckige Spitze, Durchmesser etwa 1m, erhebt.

Die Kirche gehört zur
Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Altenhagen

Vakanz
Dorfstraße 39
17091 Altenhagen
Tel.: (03 96 00) 2 00 07, Fax: (03 96 00) 2 01 21



Ansichtder Kirche


Ansicht Fenster
Kirchenteil aus Ziegel



Ansicht  Fenster
Kirchenteil aus Feldsteinen


Ansicht Rückseite


Kirchturm


Turmspitze

Ansicht Rückseite Kirchturm

Vorderer Eingang

Hinterer Eingang

Chorgiebel

Kreuz am Chorgiebel

Chorfenster