Kirche  Seltz bei Altentreptow / Gemeinde Gültz

 


Außenansicht
Straßenseite

Der Ort Seltz wurde wie viele Orte nahe Altentreptow
erstmals Ende des 13. Jahrhundert erwähnt. Im Jahre 1277 erhielt das Kloster Verchen am Kummerower See den Ort Seltz als Geschenk. Die heutige Feldsteinkirche mit dem kleinen barocken, glockenartigen Turm entstand im 16. Jahrhundert. Das heutige Aussehen erhielt diese Kirche wohl 1893 bei einer großen Restaurierung. Die Kirche hat ein ziegelgedecktes Satteldach.
Der kleine Kirchturm etwa 1,20 m breit , ein Meter tief und 2, 50 m hoch besteht aus Holz. Die Seitenwände tragen rechteckigen Schiefer. Links und rechts vom Eingang aus gesehen haben wir je eine Schallluke, die mit je einer Holzmarkise gefüllt ist.  Der Kirchturm beginnt etwa 1 m unterhalb der Dachspitze senkrecht am Eingangsgiebel. Darauf befindet sich die glockenartige Kuppel, die ebenfalls mit Schiefer gedeckt wurde, diesmal aber mit rautenartigen Schiefer.
Der kleine eher glockenartige Turm trägt nur eine Spitze mit einer Kugel.
Als erstes schauen wir uns die Fenster der Kirche an der Straßenseite an. Alle drei Fenster haben eine doppelte Rundbogenrahmung aus roten Ziegeln.
Dabei schaut die innere Rahmung der Fenster nur etwa Eindrittel aus  dem Mauerwerk.  Diese Rahmung sehen wir später auch auf der Rückseite an den Fenstern und den Blenden über dem Eingang. Über dem gemauerten Rahmen haben wir eine dünne Linie halbbogenartig aus sehr schmalen Formziegeln.
Diese schmalen Formziegel sehen wir als waagerechten Fenstersims unter dem Fenster. Jetzt schauen wir uns die beiden Fenster links und rechts vom kleineren Mittelfenster an. Das Oberlicht besteht aus fünf Dreiecken mit klaren Scheiben die in einen gemeinsamen Mittelpunkt auf den oberen waagerechten Fenstersteg laufen. Das Unterlicht besteht links und rechts aus je zwei Spalten und fünf Zeilen von rechteckigen klaren Scheiben, die kurze Seite etwa 10 cm , die lange Seite etwa 20 cm. Die kurze Seite befindet sich immer unten bzw. oben.
Dazwischen haben wir eine senkrechte Spalte von vier rautenartigen Klarsichtscheiben plus oben und unten je eine halbe klare Rautenscheibe.
Nun haben wir links und rechts dreieckartige Scheiben als Rest. Diese Scheiben sind ebenfalls Klarscheiben.  Das links Fenster  auf der Straßenseite und die beiden Fenster auf der Rückseite der Kirche gesehen vom Giebel mit dem Kreuz, haben Dreieckscheiben mit Milchglas. Das kleine Fenster auf der Straßenseite und beide Fenster nahe des Eingangs haben im Gegensatz dazu dreieckige Klarsichtscheiben. Das mittlere kleine Fenster auf der Straßenseite ist in seinen Proportionen nur kleiner in der Größe aber gleich in der Gestaltung.
Jetzt schauen wir uns den rückwärtigen Giebel an. Etwa  einen Meter unterhalb des oberen Feldsteinrandes haben wir ein mittig ein kleines Spitzbogenfenster. Es ist mit kleinen rautenartigen Scheiben gefüllt. Der Giebel hat oben fünf weiße Spitzbogenblenden. die linke und rechte Außenblende sind etwa 1,30m mal 1,60 m groß, die beiden Blenden haben dann die Größe von etwa 1m mal 2,80 m, die innere Blende hat die Maße von 0,60m mal etwa 4m und endet unter der Dachspitze/Giebelspitze des Satteldaches. Ober haben wir eine Rundblende Durchmesser etwa 35 cm in dieser Blende.
Unter diesen Blenden haben wir eine waagerechte rechteckige Blende von etwa 60 cm mal vielleicht acht Meter. Der gesamte obere Teil des Giebel wurde mit roten Ziegel gemauert. Alle vier Ecken der Kirche sind verstärkt gemauert und etwa einen halben Meter höher als die Dachunterkante. Auf der Spitze des Blendengiebels sehen wir ein gusseisernes Kreuz. Ein Kreuz sehen wir ebenfalls auf beiden Ecken der Eingangsseite.
Auf der Rückseite der Straßenseite haben wir eine zugemauerte Pforte zwischen ersten und zweitem Fenster, darüber eine Rundblende etwa 70 cm im Durchmesser und 30 cm tief.
Nun schauen wir uns den Eingangsgiebel an . Wir haben mittig die zweitürige, bräunliche Doppeltür in Rundbogenform Umfasst wird die Tür von einer gemauerten Spitzbogenblende die etwa einen Meter höher ist als die Rundbogenkante der Tür. Dadurch entsteht eine Fischblase, diese wurde weiß gestrichen. Über diesem Spitzbogen haben wir zwischen den verstärkten Giebelecken eine Linie aus nach außen zeigenden Ecken (Formziegel), die von einer dünnen Linie oben und unten gerahmt wird. 
Auf dieser Linie haben wir auf einem Sockel als Abschluss des Türspitzbogen ein kleines gemauertes Kreuz, nicht größer als 
20 cm. Die schmale Linie läuft weite unterhalb des Daches schräg hoch zum Turm, bildet die Unterkante zum Kirchturm und kehrt auf der anderen Seiten zurück zur Grundlinie mit dem kleinen Kreuz. Zwischen dieser Linie und dem Kirchturm sehen wir vier Blenden. Die beiden mittleren Blenden sind Rundbogenblenden, etwa  1 m breit 2,20m hoch, die beiden Außenblenden sind wesentlich kleiner, etwa 50 cm breit und 90 cm hoch, Sie erinnern eher an Spitzbögen als an Rundbögen. Alle vier Blenden haben eine schmale obere Umrahmung wie die Fenster mit den sehr schmalen Formsteinen.
Diese Giebelseite wurde vollständig mit Ziegel errichtet.

Die Kirche und der Kirchturm erhielten nach 1990 eine neue Dacheindeckung.

 
Die Kirche gehört zur
Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Altenhagen

Vakanz
Dorfstraße 39
17091 Altenhagen
Tel.: (03 96 00) 2 00 07, Fax: (03 96 00) 2 01 21


Fenster Straßenseite


Kirchturm


Giebel
Kirchturmseite



Rückseite und Giebel


Giebel


Detail Rückseite


Fenster links
Straßenseite


Eingang