Kirche Hohen Demzin   bei Teterow (Lkr. Rostock)

 


Außenansicht Südseite

Die Dorfkirche in Hohen Demzin geht auf einen früheren Vorgängerbau zurück. Der quadratische Feldsteinturm wurde 1857 angefügt, das Kirchenschiff wurde im neugotischen Stil als  Backsteinbau mit Feldsteinsockel 1871/72 erneuert.
Der Kirchturm ist schiefergedeckt. Sie vier Seiten haben je zwei schmale Spitzbogenfenster. Darüber befindet sich je ein Rundfenster.
Die Spitzbogenfenster haben im Bereich des Oberlichtes je ein gemauertes rundes kleines Fenster.
Markant ist das die Ecken des Kirchturmes durch geschliffene große Feldsteine gestaltet wurde. Der Kirchturm hat eine Pforte.

Das Langhaus hat ebenfalls ein Feldsteinfundament, das etwa zwei Meter hoch ist. Darauf wurde das Langhaus weiter mit Ziegel errichtet. Innen wurde im Langhaus auch der Bereich der Feldsteine mit roten Ziegelsteinen gemauert. Das Langhaus ist innen nicht verputzt. Markant sind die neugotischen  Spitzbogenfenster, die durch drei Bögen umrahmt werden. Diese bestehen uns rautenartigen Butzescheiben. Der Buntglasteil umrahmt das Fenster. Jedes Fenster hat unterschiedlich gestaltete Buntglasmuster, z.B. Eicheln, Dreipass u.a. auf blauem Grund. Die Fenster haben
am Langhaus einen dachartige dreieckigen Überbau, der über den unteren Teil des Daches etwa 60 cm nach oben abgesetzt ist. Darüber steht ein etwa 20 cm großer heller Kreuzblume.
Direkt über dem Fenster sehen wir drei verbundene Kleeblätter, zwei Kleeblätter unten, ein Kleeblatt darüber. Direkt darüber schließt je ein Rundbogen das Kleeblatt ab. Um das Langhaus und die Apsis läuft ein dreieckartiges gemauertes Band. Die Dreiecke zeigen nach oben. Bei den fünf etwas kleineren neugotischen Fenster der Apsis wurde auf die Verzierung vollständig verzichtet.  Am Fuß der Apsis finden wir einen Gussplatte mit mehrteiliges Wappen. Mittelpunkt bildet ein springender Eber, dann sehen wir von links dem Mecklenburgischen Ochsenkopf mit der heraushängenden Zunge, einen  aufgerichteten Greif mit Krone, einen Laubbaum, einen Ring, und einen laufenden Greif.
Die Greife verweisen wohl auf Pommern. Darunter steht "ANNO 1870". 
Gehen wir weiter herum, so finden wir zwischen dem Feldsteinsockel eine Tafel, mit der Inschrift zu der Patronatsfamilie von Osten. Sie lautet: "Hier ruhen die von der Osten welche seit 1427 bis zum Jahre 1788 auf Kasttorf
gesessen haben. 

Die Kirche wird durch eine Tür vom Süden aus betreten. Auch diese Tür hat ein abgesetztes dachartiges  Dreieck, das nun in die Ziegenmauerung etwa  50 cm reicht. Die Tür hat selbst eine Höhe, die dem Feldsteinfundament entspricht. Genau in der Höhe , des Beginns der Ziegelmauer beginnt das Dreieck.
Über der Tür und unter dem Dreieck befindet sich ein kleiner gemauerter Spitzbogen.

Betreten wir nun die Kirche. 
Der Chorraum fällt neben der Tonnendecke aus Holz sofort in den Blick.
Der Chorraum ist erhöht und es sind somit drei Stufen zum Chorraum. das Chor hat die bereits geschilderten fünf neugotischen  Fenster.
Mittig steht der gemauerte Altartisch.
Darauf befindet sich das Altarbild. Es zeigt die Kreuzigung Jesus. Wir sehen keine Maria oder eine andere Person. Jesus trägt ein weißes Lendentuch. Sein Kopf trägt die Dornenkrone, seine Augen sind geschlossen, der Kopf ist leicht nach rechts unten gewandt.  Hinter Jesus Kopf sehen wir einen goldenen Strahlenkranz. Am oberen kurzen Kreuzarm hängt die Inschrift "INRI". Der Hintergrund stahlt goldig im Sonnenlicht.
Am Boden sehen wir Steine, einen abgeschlagenen Ast, aber auch vier kleine Pflänzchen, sind damit die Evangelien gemeint.
Der Künstler ist leider nicht bekannt. Über dem Altarbild haben wir viele geschnitzte Verzierungen die Sternen und Kreuzblumen bestehen.
Links und rechts sehen wir ein einen Spitzbogen mit einer Kleeblattspitze.
Im oberen Teil dieser zwei Seiten sehen wir je zwei herausgearbeitete sechszackige Sterne, an die vier Evangelien erinnern. 
Vier Wimpeg mit einer Kreuzblume schließen nach oben die beiden Seiten ab.
Die Mitte trägt nur die Kreuzblume.

Schauen wir nun nach oben im Chorraum, so fällt natürlich das halbe Kreuzrippengewölbe auf. Mittig sehen wir einen sechseckigen Stern.
Gleichzeitig hängt dort ein alter Kronleuchter für Kerzen, eine sehr feine Schmiedearbeit.
Der zweite Kronleuchter befindet sich im Langhaus. Die Rippen bestehen aus roten Formziegel, die Fuge ist weiß. Die Zwischenflächen haben ein dunkles Blau. Leider gibt es viel helle Fehlstellen. Die fünf Chorfenster haben eine sichtbare Ziegelfassung. Der untere Teil des Chores hat eine schwache alte Bemalung, die stark verwaschen ist. Ein Gedanke kommt auf, ist der Chorraum älter als der übrige Teil der Kirche?  In Richtung Langhaus haben wir den bemalten Chorbogen. Hier sieht der Betrachter sofort das große Problem dieser Kirche, das Dach ist nicht dicht. Viele Farben sind stark verwaschen, die Wand ist sehr nass. Dies geht weiter bis zu den Tragebalken des Holzgewölbes. Hier muss darf es dringend etwas zur Erhaltung der Kirche getan werden. leider ist die Kirchgemeinde dazu nicht allein in der Lage.

An der dreistufigen Treppe steht ein kleiner Tisch mit einem Holzkreuz.
Der Pastor ist so der Gemeinde viel näher.
Das interessante an dem Tisch ist, das zwei Füße so gekürzt wurden,
dass diese auf der Stufe der Treppe stehen.

Neben der Eingangstür haben wir eine geschlossene Loge mit vier Fenstern, die verhangen sind. Neben dem Eingang im Oberteil der Loge ist wohl ein Wappen angefügt worden. Leider ist wenig zu erkennen, was wir sehen ist links ein springender Eber (Wappen von Basewitz), rechts vierzehn zu einem Dreieck gefügten Kugeln (Wappen von Bülow).
darüber ein kronenartiges Gebilde. Nach oben ist das Wappen mit drei Wimpeg "s , darauf eine Kreuzblume abgeschlossen.
Zwei weitere Wimpeg "s mit Kreuzblume schließen nach oben diese Loge ab. 

Gegenüber führt eine Loge, die ebenfalls geschlossen ist zur Kanzel ohne Schalldecke.
Die Kanzel ist schlicht gearbeitet, der Fuß ist fest mit der Loge verbunden. Die Kanzel trägt drei Figuren. Von der Treppe aus sehen wir Johannes mit einem Kelch in der Hand, mittig ist es Jesus mit dem Erdapfel, diese Figur ist leider nicht vollständig,  und abschließen tut Moses mit dem Geboten.

Vor der Kanzel steht ein weißer im 19. Jh. beliebter achteckiger Taufstander.

Das Gestühl ist schlicht. Jede Bankreihe wird durch eine herabhängende Kreuzblume und ein eingelassenen Dreipass verziert. Etwas in Richtung der Empore hängt ein sehr schöner Epitaph mit dem Wappen von der Osten. Es stammt 
vom 02.Aug. 1682 und erinnert  an dem am 26. Sept. 1626 verstorbenen
 Heinrich Adam von der Osten.

Die Rückseite des Langhause ziert eine Empore. Darauf steht
eine Scheinorgel. 

Auf der Türseite steht zwischen den Bankreihen ein gusseiserner schwarzer Ofen, der viele feine Verzierungen trägt.


Das Problem mit der Feuchtigkeit im Bereich des Chorbogens sollte schnellsten gelöst werden, Teile der tragenden Balken der wunderschönen tonnenartigen Decke sind stark durchfeuchtet.
dazu muss das dach dringend erneuert werden. Die Balken dieser interessanten Holzdecke sind verziert. Teile der Bretter der Holzdecke wurden bereits erneuert.

Die Kirchgemeinde bittet um Hilfe und Spenden bei der Sanierung des Daches. Bitte wenden Sie sich an 
Pastor Holmer in Bülow.

Folgende Internetseiten werden empfohlen:

Seite der Kirchgemeinde Bülow
Pfarrer Holmer


Kirche Bristow

Evangelisch - lutherische. Kirchgemeinde Bülow,
An der Kirche 1,
17166 Bülow

Pastor Johannes Holmer
Telefon: 039933-70345  und 71919


Kirchturm


Langhaus


Apsis


Platte in der Apsis


Gedenkplatte Familie von Osten


Neugotisches Genster


Innenansicht


Altar


Decke des Chores


Teil des Chorbogens


Kanzel


Kanzel Figur Johannes


Wappen an der rechten Loge


Taufständer


Epitaph der Patronatsfamilie
von Osten


Scheinorgel auf der Empore

Gusseiserner
Ofen


Verzierungen
an den Bänken


Neugotisches
Fenster


Neugotisches Fenster
über der Loge


Tonnendecke


Fuß der Tonnendecke


Feuchter Teil der Tonnendecke