Klosterkirche Dobbertin (Lkr. Parchim-Ludwigslust)

 



Außenansicht

Das Kloster Dobbertin wurde von Benediktinermönchen 1220 gegründet. 1234 übernahem Nonnen des gleichen Ordens das Kloster. Nach der Reformation 1549 wurde das Kloster, trotz heftigen Widerstandes der Nonnen im Jahre in ein adliges Damenstift umgewandelt. Das Kloster hatte durch Landbesitz Einfluss bis in den Müritzbereich z.B. Lärz und Schwarz. Ein Klosterhauptmann mit seinen Provisoren leitete für sechs Jahre die Geschicke des Klosters.
Ein Klosterhauptmann war August Friderich von Strahlendorff um  1769.
Seinen Namen und Namen der Provisoren finden wir in der Kirche
von Schwarz und Lärz. 


1340 begann der Bau der Kirche, jedoch ohne Turm.
1649 hatte die Kirche einen Turm, wann dieser gebaut wurde ist nicht bekannt, jedoch wird berichtet das ein Kirchturm 1649 nach schwerem Sturm stark beschädigt wurde und Teile des Daches des Langhauses fehlten. 1762 mit der Restaurierung der Nonnenempore dürfte das Langhaus und Chor wieder vollständig sein. Der große Umbau der Kirche begann 1828 und wurde durch den Baumeister Demmler aus Schwerin geleitet.

Die Kirche wurde durch Schinkel nach einer Berliner Kirche mit diesem in Mecklenburg-Vorpommern einmaligen Doppelturm konzipiert. Zu dem Konzept Schinkels gehörten auch die viele kleinen Türmchen und Wimpergen rund um das Langhaus.  Im Jahre 1837  war Demmler mit den Außenarbeiten der Backsteinkirche fertig. Erst im Jahre 1857 wurde die Kirche  wieder geweiht und der Nutzung übergeben. Markant ist dabei das die Empore für die Stiftsdamen vorgesehen war. Daher erhielt die damalig eingebaute Schmidt-Orgel seinen Platz auf der linken Seite gegenüber der Kanzel. Die heutige Orgel ist leider nicht bespielbar.  Als kleiner Ersatz steht eine elektrische Orgel zur Verfügung.

Gegenüber der Orgel finden wir die Kanzel mit Schalldeckel.
Die Kanzel trägt  folgende Bildnisse; Moses mit des 10 Geboten,
Isaias, Johannes mit Standarte eher ein Wanderstock (Johannes der Täufer) und Paulus mit Schwert.

Höhepunkt ist der Altar mit der Kreuzigung. Im Mittelbild sehen wir links Maria, rechts Johannes, davor kniend Maria-Magdalena.
Der linke Flügel zeigt drei Frauen im Gewand, zwei stehend, davor eine kniend, der rechte Flügel zeigt drei Männer , ein Soldat mit Helm, und ein Mann mit einem Topf , davor ein Mann in einer tiefen Sitzhaltung. Der Hintergrund ist vergoldet. Alle Bilder sind in einen vergoldeten gotischen Rahmen gefasst.
Im unteren Teil des Altares finden wir das Abendmahl.
Um den Altar stehen vier Säulen. Diese tragen die vier Evangelisten. Diese sind im Jahre 2007 zur Restauration und können derzeit nicht gezeigt werden.


Hinter dem Altar sehen wir drei neugotische Buntglasfenster. Sie zeigen in jedem Doppelfenster zwei Heilige. Darüber befindet sich ein goldener Turm mit Kreuz. Ganz oben im Buntglasfenster finden wir ein weitere rundes Bild. 
Das vierte Buntglasfenster gegenüber der Orgel zeigt rechts Martin Luther.
Im oberen Bereich des Buntglasfensters befindet sich eine Windrose.

Die Kirche hat  einen gusseiserne Leuchter.

Der weiße Taufstein steht an seinem Platz am westlichen Eingang, die Taufe bedeutet ja auch Reinigung um Christ zu sein.


An die Kirche schließt sich der viereckige Kreuzgang mit Klosterhof und das Refektoriums an. Jede Kreuzrippe trägt eine Plakette. Im Kreuzgang stehen mehrere Grabplatten von männlichen Personen. Nonnen haben keine Grabplatten. Zwei Fresken sind geschützt durch Glas zu sehen. Im Refektorium wurde unter der Leitung der Domina Entscheidungen der Stiftsdamen getroffen. Die Leitung des Klosters unterstand den Klosterhauptmännern und seinen Provisoren. Das Kloster beschäftigte Berufe wie Bäcker, Handwerker, Landwirte im und um das Kloster. Aufgabe der Nonnen war das Gesundheitswesen und die Bildung. Kloster Dobbertin ist das besterhaltene Kloster in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit finden umfangreiche Renovierungsarbeiten am Haus für den Klosterhauptmann statt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Klosters Dobbertin: www.koster-dobbertin.
Dort erfahren Sie viel Wissenswertes über die Geschichte des Klosters und über die heutige Arbeit mit behinderten Menschen, die hier ihr zu Hause haben !
 


Turmansicht



Innenansicht


Altar



Altarbild


Ansicht der Chorfenster


Gotisches Langhausfenster


Orgelempore


Kronenleuchter


Taufe


Kanzel mit Schalldeckel


Paulus mit Schwert
Kanzel


Kreuzgang


Fresko im Kreuzgang


Grabplatte