Kirche Fürstenberg / Havel (Land Brandenburg)

 



Außenansicht
Vorderansicht

Die Kirchgemeinde Fürstenberg / Havel mit den Kirchen in Altthymen und Steinförde gehört als südlichste Gemeinde zur Propstei Neustrelitz .
Diese Verbindung nach Mecklenburg bestand bereits seit mehr 
als 625 Jahren. Fürstenberg war bis 1945 Bestandteil und die südlichtste Stadt in Mecklenburg. Erst nach 1945 ordnete die DDR Fürstenberg/Havel  dem Bezirk Potsdam zu. Heute gehört Fürstenberg an der Havel zum Land Brandenburg.

Das Baudatum der ersten Kirche in Fürstenberg ist unbekannt.
Bekannt ist ,dass die erste Kirche bei einem Stadtbrand im Jahre 1584 abgebrannt ist. Danach wurde eine neue Kirche mit Kirchturm errichtet.
Der Kirchturm musste nach einem Turmbrand 1652 im Jahre 1693 erneuert werden. Weitere große Stadtbrände gab  es 1797 und 1807.
Am 26.Mai 1807 brannten die Kirche, das Pfarrhaus Rathaus
und viele weitere Gebäude ab.

Die heutige byzantinische Kirche wurde vom Baurat Friedrich Wilhelm Buttel geplant und mit hellen Ziegeln (Backsteinen) ohne Verputzung gebaut. Grundsteinlegung war am 11. August 1845. Die fertige Kirche wurde am 22.Oktober 1848 geweiht.
Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss. 
In Richtung Bundesstraße steht der 48 m hohe Kirchturm. gegenüber haben wir die runde Apsis. Buttel ließ schlichte Rundbogenfenster einbauen. Im Oberlicht sehen wir als einzigen Schmuck eine Rosette in den Fenstern. Buttel verzierte die Kirche mit schlichte Elemente, die aus der Romanik bekannt waren .
Buttel lehnte wiederum den Bau einer gotischen Kirche ab.
Betreten wir nun die Kirche. Der erste Blick geht in den Chorraum der Kirche, der gegenüber dem Besucherraum um etwa 20 cm erhöht ist.
Mittig steht der Altartisch, der aus Granitbruchsteinen im Jahre 1963 gebaut wurde. Die 7 Standleuchter und das Kruzifix auf dem Altartisch stammen von Helmut Griese.
Hinter dem Altar hängt der Auferstehungsteppich in den Maßen  7m mal 2,30 m.
Es handelt sich um eine Batikarbeit von Christof Grüger
aus Schönebeck - Salzelmen.


Der umrahmende Text lautet: 

CHRIST ERSTAND VON DER MARTER
ALLEN DES SOLLN WIR ALLE FROH SEIN
CHRIST WILL UNSER TROST SEIN
KYRELEIS
HALLEUJA

Jedes Wort ist durch ein Pluszeichen getrennt.

In Innenteil sehen wir  von unten nach oben:
- 7-armigen Leuchter - erinnert an die Entstehung des Christentum aus    dem Judentum, und das alte Testament.
- Abendmahlkelch mit Kreuz
- Punkte, die an den Leidensweg Jesus Christus erinnern.
- Über dem Tor betende Hände, es erinnert an die Betende Hände von Jesus im Gethsemanegarten
- darüber 7 Speere, die an die Todsünden erinnern
- weißes Taufkleid
- krähenden Hahn, Verleugnung Jesus Christus
- Leiter des Lebens
- Dornenkrone
- ganz oben Kreuz mit Hände
- weinende Frauen
- Nagelkreuz

Der Chorraum wurde 19963 erneuert. Die Kanzel wurde entfernt. Die heutige Kanzel sieht wie ein Schiffskiel aus.
Die Fenster wurde im Jahre 2006 von der Firma Glasgestaltung Berlin erneuert. Der Entwurf stammt von Reinhard Kuhl.

Rechts steht  der Taufstein, aus buntem Marmor, aus dem Jahre 1848, der von der Großherzogin Marie gestiftet wurde.

Links unter der Seitenempore sehen wir ein den gekreuzigten Jesus am Kreuz. Darunter können die Gäste gegen eine Spende eine Kerze anzünden.

Die Bankreihen sind schlicht, aber durchnummeriert.
Die beiden Seitenemporen werden durch Pfeiler getragen. Jeder Pfeiler hat ein weißes rautenartig verschlungenes Kapitel.
Auf der Empore steht eine Orgel der Firma Sauer aus Frankfurt/Oder. 
Sie wurde zwischen 1954-1958 erbaut. Unter der Orgelempore befindet sich die Winterkirche.  Die Winterkirche wurde 1959 eingerichtet. Die Winterkirche hat wahrscheinlich eine Carl-August-Buchholz- Orgel aus der Zeit um 1850. 
Die Kirche hat drei Glocken der Firma Schilling und Lattermann Apolda.

Während der Öffnungszeiten im Sommer zeigt die Kirchgemeinde in mehreren Schautafeln die bisherige Restaurierungsarbeiten, die teilweise selbst von Gemeindemitglieder durchgeführt wurden.

Offene Kirche: Mai bis Oktober
Montag- Samstag : 9 bis 18 Uhr
Sonntag nach Gottesdienst: 11-18 Uhr

Evangelisch - Lutherische Kirchgemeinde Fürstenberg/Havel

 Eckhard Altmüller ab 01.07.2015

Pfarrstraße 1

16798 Fürstenberg / Havel

Tel:  033093-32535
Fax: 033093-32082


Liegt auf dem Pilgerweg !

 


Turmansicht


Seitenansicht


Runde Apsis


Rundbogenfenster


Über dem Seiteneingang
Fenstergruppe


Seitenansicht - Seiteneingang


Innenansicht zum Chorraum


Chorraum


Altar mit Kreuz


Auferstehungsteppich von
Christof Grüger

Wandteppich unterer Teil


Wandteppich oberer Teil


Fenster im Chorraum


Kanzel


Taufständer


Verzierung und
Nummerierung einer Bank

Innenansicht zur Orgelempore
darunter Winterkirche


Empore mit Sauerorgel


Kastendecke

Bankreihen,
dahinter Winterkirche


Stützpfeiler der Seitenempore
Kapitel


Seitenempore

Unter einer Seitenempore


Kreuz mit Korpus
Jesus Christus


Pfarrhaus