Wüste Kirche Falkenhagen / Stadt Waren / Müritz


Blick über die Region  Falkenhagen

Die Seite soll an die Kirchen erinnern, die nach dem 30jährigen Krieg oder später nicht mehr aufgebaut wurden weil das Dorf wie z.B. Lehsten um 1638 total zerstört wurde oder wie z.B. die Wüste Falkenhagen allmählich aufgegeben wurde.

Die Kirche Falkenhagen ist zwischen 1210 bis 1220 nahe des Falkenhagener Sees gebaut worden. Der Ort Falkenhagen wurde erstmals nachweisbar 1258 in einer Bützower Urkunde erwähnt, ein Zeuge war aus Falkenhagen (Valkenhagen).

Eine Urkunde des Herzogs von Werle in Güstrow bestätigte den Tausch der Kirche Falkenhagen am 14.03.1331. Damit gehörte die Kirche Falkenhagen zum Kloster Broda.
Dies wurde nochmals bestätigt in Urkunden 1402 und 1482.

Problematisch ist die Frage wann der Ort Falkenhagen wegen seiner ungünstigen Lage aufgegeben wurde.

Mit Sicherheit gab es die Kirche noch um 1500, sie wurde im Bestand des Klosters 1500 aufgeführt.

Wahrscheinlich wurde der Ort im 16Jh. aufgegeben,
und nicht während des 30jährigen Krieg.
1765 erwähnt die Kirche Pastor Dares als "Falkenhäger Kirchhof"

Gebaut wurde sie aus Feldsteinen. Reste der Grundmauer wurden bei oberflächlichen Grabungen gefunden.
Dei Mauer hat eine Breite von fast 1,5 m, Größe der Kirche ca.18 mal 9 m
Im leicht umrahmten Bild sehen wir drei fein geschlagene Feldsteine aus der 1,4 m breiten Wand.

Weitere interessante Daten zu dieser wüsten Kirche entnehmen Sie bitte dem Jahrbuch 1996-44
Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern
Seiten 395-414.

Den Bericht schrieb Dr. Ulrich Schoknecht Waren.
Ich möchte Dr. Ulrich Schoknecht für die Überlassung
der Informationen herzlich danken.

 


Im Busch eine Erhebung


Steine


Detail


Mauerreste

Vorne Mauerteil