Der Friedhof und die Friedhofskapelle der Stadt Waren / Müritz


Friedhofseingang

Bis in das 18. Jh. lag der Friedhof nahe der notdürftig reparierten  Marienkirche. Beerdigungen  fanden in  und um der Kirche statt. Die Stadt stand um 1780 vor einen hygienischen Problem. Lösung war die Einrichtung des Friedhofs an der heutigen Gievitzer Straße, der 1784 eingerichtet wurde.
Die Weisung  des Herzogs vom 27.11.1784 genehmigte die Nutzung des Friedhofes, verbot aber gleichzeitig die Beerdigungen in der Stadt. Der bereits vorhandene Friedhof des Armenhauses wurde in den Friedhof eingebunden.
1868 wurde der Schweriner Hofgärtner Theodor Klett beauftragt die Gestaltung des Friedhofs vorzunehmen. Klett entschied sich für die parkartige Gestaltung des Friedhofes. Es wurden Bäume  und Baumgruppen gepflanzt, die vorhandene Baumallee wurde eingebunden.

1898 wurde das Friedhofswärterhaus gebaut.
Im Nordteil des alten Friedhofes finden wir Ehrenmale für deutsche und sowjetische Soldaten. Der Weg führt treppab zum neuen Friedhof. An der Ostseite finden wir einige Eigenheime.
Beide Friedhofsteile sind durch einen Weg getrennt.
1968 erfolgte die Erweiterung des Friedhofes in Richtung Rügeband .
Die Bevölkerung musste erst überzeugt werden, diesen Friedhofsteil zu nutzen. Auch die liebevolle Gestaltung gleich dem alten Friedhof half sicherlich. 

Die Friedhofsverwaltung erhielt 1993 an stelle des alten Friedhofwärterhauses ein neues Gebäude.
Kern des Friedhofes ist die wohl nach 1900 gebaute Trauerhalle.
Die Trauerhalle ist achteckig und unterkellert. Das Dach ist glockenförmig und trägt ein Kreuz. Die Fenster sind groß und ähnlich einem Stichbogen.
An der Eingangsseite finden wir ein Gaube. Dort sollte eine Glocke platz finden. Der Keller dient als Leichenhalle.

Unweit der Kapelle finden wir vier Grabkapellen.

Auf dem Friedhof finden wir schöne und interessante Gräber u.a. von Auguste Sprengel, die sich um die Schulbildung insbesondere von Mädchen kümmerte.
Nahe des sehr schönen Einganges an der Strelitzer Straße sehen wir interessante Grabkreuze aus Metall und  interessant gestalteten Grabsteine.

Sicher ist der Friedhof nicht der Ort von Feierlichkeiten und sicher verdrängen viele  das eigene Ende, trotzdem finden wir auch einem Friedhof interessantes und Schönes. 
Und der Friedhof sollte immer ein Ort der Erinnerung an liebe Menschen sein.

Wollen Sie mehr über die Geschichte des Friedhofes Waren erfahren. Die Stadt Waren hat eine Chronik des Friedhofes herausgegeben. Die Chronik erhalten Sie unter anderem in der Stadtinformation am Neuen Markt.


Ein besonderer Grabstein


Grabkreuze


Friedhofskapelle


Giebel der Kapelle


Eingang


Rückseite


Grabkapelle

Parkweg auf dem alten Friedhof


Parkweg


Grabplatte Auguste Sprengel


Alte Grabplatte


Soldatenfriedhof


Mittelweg auf dem neuen Friedhof